Köln: Für Bildungsurlaub gelten bestimmte Voraussetzungen

Köln: Für Bildungsurlaub gelten bestimmte Voraussetzungen

In den meisten Bundesländern haben Arbeitnehmer offiziell Anspruch auf sogenannten Bildungsurlaub. Außer derzeit in Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Thüringen ist das in entsprechenden Bildungsurlaubsgesetzen geregelt.

Damit ein Mitarbeiter seinen Bildungsurlaub auch problemlos nehmen kann, sollte er auf einiges achten, rät Nathalie Oberthür, Rechtsanwältin und Fachanwältin für Arbeitsrecht und Sozialrecht. Grundsätzliche Voraussetzung für den Bildungsurlaub sei eine bestimmte vorangegangene Beschäftigungsdauer: In Nordrhein-Westfalen sind das zum Beispiel sechs Monate. In NRW hat ein Arbeitnehmer dann Anspruch auf fünf Tage Bildungsurlaub pro Kalenderjahr. Das heißt, er wird für diese Zeit von der Arbeit frei gestellt, muss aber im Gegenzug die Seminargebühren aus eigener Tasche zahlen.

Entscheidend sei es, den Bildungsurlaub frühzeitig beim Chef anzumelden - und die Weiterbildung bei einem im jeweiligen Bundesland anerkannten Bildungsträger durchzuführen, sagt die Expertin. Die Maßnahme müsse zumindest im weitesten Sinne nützlich sein für den Job. So zählen etwa Auslandssprachkurse nicht in allen Bundesländern als Bildungsurlaub.

Wer ein Seminar im Blick hat, das länger als fünf Tage dauert, der könne seinem Arbeitgeber beispielsweise im laufenden Jahr 2012 mitteilen, dass er 2013 zehn Tage Bildungsurlaub in Anspruch nehmen möchte - eine solche sogenannte Verblockung sei je nach Bundesland durchaus möglich.

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