München: Ferienjob statt Freibad: Schüler dürfen nicht unbegrenzt arbeiten

München: Ferienjob statt Freibad: Schüler dürfen nicht unbegrenzt arbeiten

Viele Schüler möchten in den Ferien ihr Taschengeld aufbessern. „Für Jugendliche gelten aber strenge Regularien”, sagte Gertraud Wurm von der Agentur für Arbeit in München im Gespräch mit dem dpa-Themendienst.

„Kinder, die noch nicht 15 sind, dürfen zwei Stunden am Tag leichtere Arbeiten verrichten.” Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren dürfen bis zum 18. Geburtstag nicht mehr als 8,5 Stunden täglich und nicht länger als 40 Stunden pro Woche arbeiten. Für den Nebenjob brauchen sie die Zustimmung der Eltern.

Im Saarland haben die Ferien am heutigen Freitag bereits begonnen. Bis Ende des Monats werden auch Kinder in Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen und Rheinland-Pfalz in die schulfreie Zeit entlassen. In Bayern und Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen heißt es dagegen Ausharren: Die großen Ferien fangen erst Ende Juli an.

Da das Angebot an Nebenjobs begrenzt ist, sollten sich die Schüler mit ihren Bewerbungen beeilen: Wer kann, kümmert sich besser rechtzeitig, so Wurm. Die Berufsberaterin rät, in Regionalblättchen auf Anzeigen zu achten oder bei der Jobbörse der Agentur für Arbeit unter Helferjobs zu schauen.

Eltern sollten ihre Kinder auf jeden Fall ermutigen, in den Ferien zu jobben. „So bekommen die Jugendlichen einen Einblick in andere Arbeitswelten”, erklärt Wurm. „Ein Nebeneffekt ist oft, dass die Kinder wieder gerne zur Schule gehen.” Wer im Sommer drei Wochen am Fabrikband gestanden habe, wisse hinterher vielleicht, dass er andere Vorstellungen von seinem Berufsleben habe.