Biallos Ratgeber: Ein Goldgeschenk zum Weihnachtsfest

Biallos Ratgeber : Ein Goldgeschenk zum Weihnachtsfest

Das Edelmetall Gold ist äußerst werthaltig und verzückt seit jeher seine Besitzer – aber es hat seinen Preis. Tipps für Käufer.

Viele suchen noch ein Geschenk für Weihnachten. Gold könnte eine glänzende Idee sein. Allerdings hat das Edelmetall seinen Preis. Eine Unze Gold (31,1 Gramm) kostet immerhin rund 1300 Euro. Gibt es auch Goldgeschenke für kleines Geld, und was ist beim Kauf zu beachten?

Barren: Geschenke für jedes Portemonnaie können Goldbarren sein. Nur etwa 60 Euro kosten zum Beispiel die Ein-Gramm-Barren der Münzmanufaktur, die mit eingravierten Sternzeichen versehen sind. Für knapp 100 Euro bekommen Goldfans einen Zwei-Gramm-Kinebar-Goldbarren, der dank eingearbeitetem 3D-Effekt verschiedenfarbig schimmert. Schön und praktisch zugleich sind Tafelbarren. Sie bestehen aus vielen Ein-Gramm-Barren, die sich bei Bedarf einzeln abtrennen und veräußern lassen.

Neben der Reinheit des Materials sollten Käufer die Barrengröße beachten. Je kleiner ein Barren ist, desto größer ist der Preisaufschlag. 30 Prozent Spanne zwischen Verkaufs- und Ankaufspreis sind bei Minibarren keine Seltenheit.

Beispiel: Der Goldhändler Pro Aurum bot einen Ein-Gramm-Kinebarren Mitte November 2019 für 54 Euro zum Verkauf, zahlte aber nur 43 Euro beim Ankauf – Differenz gut 25 Prozent. Erwarb man hingegen den Ein-Unze-Barren, betrug der Preis 1364 Euro, beim Verkauf erlöste man 1317 Euro – eine Preisdifferenz von knapp vier Prozent. Daher: Lieber einen größeren Barren kaufen als viele kleine.

Münzen: Ein glänzendes Geschenk können auch Münzen sein. Musikliebhaber dürfte die Münzserie „Musikinstrumente“ begeistern. Diese von der Bundesrepublik Deutschland als offizielles Zahlungsmittel ausgegebenen Goldmünzen haben einen Nennwert von 50 Euro. Ihr Materialwert, eine Viertel Unze Feingold, ist etwa siebenmal so hoch. Daher kosten die Motive Kontrabass und Hammerflügel jeweils rund 350 Euro im Onlinehandel.

Aus halb so viel Gold und damit nur halb so teuer sind die Münzserien „Deutscher Wald“ und „Heimische Vögel“. Gut zu wissen: Der Edelmetallwert von Medaillen ist meist deutlich niedriger als bei Münzen. Sie werden in der Regel zu Liebhaberpreisen gehandelt und lassen sich unter Umständen später nicht mehr so gut zu Geld machen.

Goldene Gebrauchsgegenstände: Wer statt in Münzen oder Barren in exklusive Gebrauchsgegenstände investieren möchte, der findet bei Uhren und Füllern glänzende Präsente. Vergoldete Gegenstände sind oft schon für weniger als 100 Euro zu haben, eine Uhr aus Massivgold kostet hingegen mindestens einen vierstelligen Betrag. Uhren aus Massivgold unterscheiden sich zudem im Feingehalt des Goldes. Ein Karat (kt) bedeutet „eins von 24 Teilen“. Folglich bedeuten 24 Karat Gold, dass die Materialmischung zu 100 Prozent aus dem Edelmetall besteht.

Tipp: Vorsicht beim Einkauf teurer Geschenke auf Ebay oder bei unbekannten Online-Shops. Hier tummeln sich auch schwarze Schafe. Sicherer ist der Kauf beim Hersteller oder Fachgeschäft vor Ort.

Und Käufer sollten bedenken: Eine Garantie, dass der Goldpreis stets steigt, gibt es nicht. Ein Problem kann auch die Aufbewahrung sein. Eine größere Menge Gold sollte man wegen der Diebstahlgefahr nicht im Nachtschrank aufbewahren. Für Tresor oder Schließfach fallen aber Kosten an. Eine glänzende Geschenkidee ist Gold aber auf jeden Fall.

Hier finden Abonnenten unserer Zeitung die ausführliche Langfassung des Biallo-Ratgebers.