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Biallos Ratgeber: Dem ETF-Sparplan die Treue halten

Biallos Ratgeber : Dem ETF-Sparplan die Treue halten

Ein börsengehandelter Indexfonds kann sich auch in diesen Zeiten lohnen. Auch wenn viele Sparer verunsichert sind.

Die Corona-Krise sorgt für dicke Minuszeichen im Depot. Viele Anleger fragen sich, ob Aktien zu riskant sind. Langfristig erzielen Aktien hohe Renditen – vor allem ETF-Sparpläne. Wichtig ist, geeignete Fonds auszusuchen, seiner Strategie treu zu bleiben und auf eine optimale Risikostruktur zu achten.

Nicht emotional handeln: Wer jetzt aus Angst vor weiteren Verlusten Aktien und Aktienfonds verkauft, der wird einen Großteil seiner Gewinne einbüßen. Sinnvoller ist es, die Titel zu halten und der gewählten Anlagestrategie treu zu bleiben. Denn eine gute Strategie bildet die Basis für den langfristigen Depoterfolg.

ETF-Auswahl: „Wichtig ist, den richtigen Index zu finden“, sagt Finanzexperte Niels Nauhauser. Der Markt hält Hunderte von ETF-Sparplänen bereit. Selbst ETFs mit der gleichen Benchmark können sich im Detail deutlich unterscheiden – mit Auswirkungen auf die Performance. „Exotische oder marktenge Strategie-Indizes sind für Privatanleger eher ungeeignet, weil diese oft höhere Kosten verursachen, nur wenige Aktien enthalten oder nach schwer nachvollziehbaren Kriterien berechnet werden“, sagt Nauhauser. Besser seien etablierte Indizes, die möglichst große Teile des Marktes abdecken und systematisch aufgebaut sind.

Kosten und Rendite: Sogenannte physisch replizierende ETFs, die den zugrundeliegenden Index mit echten Aktien oder Anleihen nachbilden, können teurer sein als synthetisch zusammengesetzte ETFs. Letztere bilden die Indexentwicklung durch Swapgeschäfte mit anderen Marktteilnehmern ab, also mittels stellvertretend aufgelegter Börsenpapiere. Allerdings besteht bei synthetisch replizierenden ETFs auch ein Kontrahenten-Risiko. Die Verbraucherzentralen raten daher zu physisch replizierenden ETFs.

Gebührenunterschiede können zu einer Minderrendite führen. Anleger sollten daher auch auf Renditeunterschiede achten.

Ordergebühren: Beim Sparplan-Check sollten auch die Kaufkosten auf den Prüfstand, denn niedrige Gebühren begünstigen den Ertrag. Preiswerte Anbieter wie Onvista oder DKB berechnen pauschal einen Euro beziehungsweise 1,50 Euro pro Sparplan-Ausführung, die Postbank fordert gar nur 90 Cent.

Die pauschale Gebührenerhebung ist vor allem bei hohen Sparraten günstig. Bei niedrigen Sparraten ist die prozentuale Abrechnung besser. Comdirect und Consorsbank erheben beispielsweise 1,5 Prozent vom Kurswert. Wer monatlich 50 Euro spart, zahlt in diesem Fall nur 75 Cent pro Rate. S-Broker bittet seine Kunden mit 2,50 Prozent zur Kasse, dadurch kostet die gleiche Sparrate 1,25 Euro. Anleger sollten die Orderkosten also genau vergleichen.

Kostenfreie Sparpläne: Viel sparen können Anleger mit ETF-Sparplänen zum Nulltarif. So bietet Comdirect – zeitlich unbegrenzt – 130 gebührenfreie Sparpläne. S-Broker offeriert rund 30 ETF-Sparpläne unlimitiert ohne Orderentgelt. In der Regel sind solche Marketingaktionen aber zeitlich begrenzt. So hält die Consorsbank aktuell über 200 ETF-Sparpläne zum Nulltarif vor. Die Sparpläne der Anbieter iShares und Lyxor laufen vorerst bis Ende 2020, die Sparpläne von Xtrackers und BNP Paribas bis Ende 2022. Die ING hat bis Jahresende rund 170 rabattierte ETF-Sparpläne im Angebot, mit Option auf Verlängerung.

Hier finden Abonnenten unserer Zeitung die ausführliche Langfassung des Biallo-Ratgebers.