Berlin: Das Seeling-Modell steht vor dem Aus

Berlin: Das Seeling-Modell steht vor dem Aus

Selbstständige und Unternehmen haben heute die Möglichkeit, bei einem gemischt privat und betrieblich genutzten Gebäude die Umsatzsteuer für das gesamte Gebäude als Vorsteuer geltend zu machen.

Dadurch erhalten Sie einen erheblichen Liquiditätsvorteil, der erst im Laufe von zehn Jahren zurückzuzahlen ist. Dieses nach einem Urteil des europäischen Gerichtshofes als „Seeling-Modell” beschriebene Verfahren steht jetzt vor dem Aus.

Der Vorsteuerabzug bei gemischt genutzten Gebäuden wird künftig nicht mehr zu 100 Prozent möglich sein, sieht die Richtlinie zur Änderung der Mehrwertsteuersystemrichtlinie vor. Danach darf die Mehrwertsteuer nur noch für den Teil des Gebäudes abgezogen werden, der auch tatsächlich betrieblich genutzt wird.

Wenn Selbstständige die Vorteile des Seeling-Modells noch nutzen wollen, sollten sie Ihre Baupläne schnell umsetzen. Spätestens zum 1. Jasnuar 2011 muss die Richtlinie in nationales Recht umgesetzt sein, und dann ist der Vorsteuerabzug für das gesamte Gebäude nicht mehr möglich.