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Aachen: Biallos Ratgeber: Mit Bausparverträgen günstiger sanieren

Aachen : Biallos Ratgeber: Mit Bausparverträgen günstiger sanieren

Mit Häusern ist es wie mit Autos — ohne regelmäßige Wartung verfallen sie. Küchen und Bäder brauchen oft nach 15 Jahren eine Verjüngungskur, Heizungen nach 20 Jahren, Fenster und Fassaden nach 30 bis 40 Jahren.

Das alles kostet Geld. Für eine neue Heizung müssen Eigentümer mit 8000 bis 15.000 Euro rechnen, für ein neues Bad mit 5000 bis 20.000 Euro und für neue Fenster mit mindestens 10.000 Euro. Es kann auch wesentlich teurer werden.

Damit die Sanierungskosten einem nicht über den Kopf wachsen, sollten Hausbesitzer Rücklagen bilden. Reine Sparkonten eignen sich dafür nur bedingt, denn im Bedarfsfall steht lediglich das angesparte Guthaben zur Verfügung. Flexibler sind Bausparverträge. Hier bilden die Rücklagen die Basis für ein zinsgünstiges Baudarlehen. Spezielle Bausparprogramme gewähren sogar mehrfach Kredit.

Flexibler Finanzrahmen gefragt

Zu welchem Zeitpunkt eine Sanierung anfällt, können Eigentümer kaum vorhersagen, da niemand weiß, wann die Heizung den Geist aufgibt oder die Fassade bröckelt. Im Bedarfsfall sind zwar kurzfristige Bankkredite möglich. Doch ob die Kreditzinsen dann genauso günstig sind wie heute, steht in den Sternen. „Um nicht von unverhofft hohen Ausgaben überrascht zu werden, empfiehlt sich ein finanzieller Rahmenplan, der in zeitlichen Abständen immer wieder Spielräume eröffnet“, rät deshalb die Aachener Bausparkasse. Die Rheinländer machen dafür ein spezielles Angebot: das sogenannte Modernisierungsbausparen.

Im Unterschied zu Modernisierungsdarlehen von BHW oder LBS stellt das Programm über 20 Jahre mehrfach Geld für Modernisierungen bereit. Das geht so: Eigentümer zahlen über die gesamte Vertragslaufzeit feste Beträge in einen Bausparvertrag ein, zur Wahl stehen zwei Bausparsummen: 18.000 und 36.000 Euro. Für die kleine Summe überweisen Eigentümer in der fünfjährigen Ansparphase monatlich 55 Euro, für die größere 110 Euro. Im sechsten Jahr erfolgt die erste Auszahlung mit 6000 bzw. 12.000 Euro. Alle fünf Jahre zahlt der Sparplan weitere Kredite in gleicher Höhe, insgesamt 18.000 bzw. 36.000 Euro. Ab Auszahlung der ersten Summe verdoppeln sich die Einzahlungen bis Vertragsende auf 110 bzw. 220 Euro.

Pluspunkte des Sparplans

Das über Huk Coburg vertriebene Bausparprogramm garantiert 20 Jahre lang niedrige Sollzinsen. Die lange Zinsbindung beschert Eigentümern hohe Kalkulationssicherheit und verhindert steigende Kosten in der Zukunft. Ein weiterer Vorteil sind die geringen Kreditsummen zu günstigen Konditionen. Viele Banken vergeben zinsgünstige Kredite erst ab 50.000 Euro, manche erst ab 100.000 Euro — zu viel für einzelne Modernisierungsmaßnahmen.

Kleinere Darlehensbeträge sind oft nur gegen hohe Zinsen zu haben. Ein weiterer Pluspunkt sind die gleichmäßigen Raten, sie machen die langfristige Finanzplanung gut kalkulierbar. Ein großer Trumpf ist, dass das Bauspardarlehen in der Regel keinen Eintrag ins Grundbuch benötigt. Dadurch können Eigenheimbesitzer den Sparplan zusätzlich zum noch bestehenden Hypothekenkredit bestreiten.

Staatliche Förderung

Unter Einhaltung bestimmter Einkommensgrenzen fördert der Staat Bausparverträge doppelt: Einmal durch die Arbeitnehmersparzulage auf vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers und ein zweites Mal durch die Wohnungsbauprämie. Wer beide Förderungen voll ausschöpft, erzielt die optimale Verzinsung. Spendiert der Chef 40 Euro VL-Leistungen im Monat, profitieren Bausparer von 480 Euro im Jahr. Hinzu addieren sich Wohnungsbauprämie von jährlich 45 Euro und die Arbeitnehmersparzulage von 43 Euro. Verheiratete genießen die doppelte Förderung.

Hier finden Abonnenten unserer Zeitung die ausführliche Langfassung des Biallo-Ratgebers