München: Beim Immobilienkauf auf Nettorendite achten

München: Beim Immobilienkauf auf Nettorendite achten

Wer den Kauf einer vermieteten Immobilien plant, sollten sollte bei der Aussicht auf hohe Renditen hellhörig werden.

Wie der Immobiliendienstleister PlanetHome beichtet, werden derzeit Objekte zur Kapitalanlage mit sieben Prozent Rendite angeboten. Dabei handele es sich aber um die Bruttorendite, weiß PlanetHome-Vorstand Robert Anzenberger. Entscheidend sei die Nettorendite. Denn das sei der tatsächliche Anlagegewinn, der jedoch wesentlich geringer ausfalle.

Von der Bruttorendite müssen alle Zusatzkosten abgezogen werden, die zwar von der Steuer abgesetzt, aber nicht auf den Mieter umgelegt werden können, erläutert Anzenberger. Dazu gehören dem Experten zufolge zum Beispiel die Erwerbsnebenkosten, die rund 10 Prozent des Kaufpreises ausmachen, und die Instandhaltungskosten, die zwischen 6 und 12 Euro pro Quadratmeter liegen. Außerdem fielen 200 bis 300 Euro jährlich für die Hausverwaltung an. Bei einer Fremdfinanzierung müssten zudem die Darlehenszinsen von der Bruttorendite abgezogen werden.

Auch der Zustand des Objektes beeinflusst die Renditeerwartung. Besteht Sanierungsstau, drücken erforderliche Investitionen den Gewinn. „Anleger sollten bedenken, dass allein die Energiesparverordnung im Altbestand Maßnahmen erzwingt, die hohe Kosten verursachen”, sagt Anzenberger. Das könne die Rendite am Ende empfindlich schmälern.

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