Aachen: Bei Immobilien zählt die Nettorendite

Aachen: Bei Immobilien zählt die Nettorendite

Aus Mangel an lukrativen Anlagemöglichkeiten steht die Immobilie weiter ganz oben auf der Hitliste der Kapitalanleger. Wichtig ist dabei, Netto- und Bruttorendite nicht zu verwechseln.

Brutto- ist nicht gleich Nettorendite

Unterm Strich zählt die Nettorendite. Oft kommt es zu Verwechslungen bezüglich Brutto- und Nettorendite. Nicht selten werden Immobilienkapitalanlagen mit sechs oder sieben Prozent Rendite angepriesen. Dann ist aber in aller Regel von der Bruttorendite die Rede. Die Bruttorendite lässt sich simpel ermitteln: Die jährliche Kaltmiete wird mit 100 multipliziert und schließlich durch den Objektpreis geteilt. Hierzu ein Beispiel: Der Kaufpreis liegt bei 550.000 Euro, netto spült die Wohnung 42.000 Euro im Jahr ein. Die Rechnung geht dann so: 42.000 Euro mal 100, das Ergebnis durch 550.000 Euro geteilt ergibt eine Rendite 7,6 Prozent -; respektabel, zumindest auf den ersten Blick.

Die Nettorendite fällt jedoch wesentlich geringer aus. Von der Bruttorendite müssen als anfallenden Zusatzkosten abgezogen werden, die zwar von der Steuer abgesetzt, nicht aber auf den Mieter umgelegt werden können. Hier spielen etwa die Erwerbsnebenkosten hinein (meist zehn Prozent der Kaufsumme), die Instandhaltungskosten (durchschnittlich sechs bis zwölf Euro pro Quadratmeter) aber auch die Kosten für die Hausverwaltung, die meist mit 200 bis 300 Euro im Jahre zu Buche schlagen. Haben Sie die Immobilie nicht komplett aus eigener Tasche finanziert, drücken auch die Darlehenszinsen auf die Nettorendite. Auch ein Mietausfall kann für zerknirschte Gesichter sorgen. Überdies ist auch der Objektzustand von Bedeutung. Im Falle eines schlechten Zustands drohen schon die nächsten Kosten.

Nettorendite hängt ebenso vom Steuersatz ab

Ein weiterer nicht zu unterschätzender Aspekt, der die Nettorendite beeinflusst, ist der persönliche Steuersatz. Daher muss die Nettorendite von Fall zu Fall sehr individuell ermittelt werden. Hier kann ein Steuerberater hilfreich unter die Arme greifen. In jedem Fall sollten sie, so sie kaum Erfahrung haben, einen Experten zu Rate ziehen. Ansprechpartner können hier der Steuerberater oder ein professioneller Immobilienvermittler sein.

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