1. Leben
  2. Geld

München: Augen auf beim Gebrauchtwagenkauf

München : Augen auf beim Gebrauchtwagenkauf

Nach dem Auslaufen der Abwrackprämie werden für viele Kaufinteressenten Gebrauchtwagen wieder attraktiv.

Jedoch warnt der Autoclub KS vor übereiltem Kauf. Erst sollte man das Auto genau unter die Lupe nehmen. Das gelte beim Kauf von einem privaten Anbieter wie vom Händler. Letzterer sei meist zwar teurer, müsse aber für das Fahrzeug eine Gewährleistung übernehmen.

Zunächst sollte man sich bei einem interessanten Angebot vergewissern, dass die Fahrzeugdokumente einwandfrei sind, rät der KS. Der Verkäufer sollte mit Fahrzeugbrief oder Zulassungsbescheinigung II belegen, Eigentümer des Fahrzeugs zu sein. Die Fahrgestell-Nummer müsse mit der des Fahrzeugs übereinstimmen. Und das Scheckheft sollte bestätigen, dass alle Wartungen ordnungsgemäß durchgeführt wurden.

Weiterhin ist zu überprüfen, ob der Wagen unfallfrei ist oder eine fachgerechte Reparatur durch Rechnungen belegt werden kann. Ist der Lack in Ordnung, und sind die Karosserielinien durchgängig? Wenn nicht, kann ein Unfall der Grund sein. Korrosion ist meist am Radkasten, an der Türunterseite und an manchen Bodenstellen zu finden. Gibt es Anzeichen dafür, sollte ein Fachmann das Ausmaß der Schäden unter die Lupe nehmen. Ein guter Motor ist trocken und ohne Ölflecken. Wenn er sehr sauber ist, deutet das auf eine kürzlich vorgenommene Reinigung hin, die womöglich Ölflecke beseitigt hat.

Die Probefahrt sollte einige Kilometer lang sein. Wichtig ist, das Radio ausgeschaltet zu lassen, um etwaige Nebengeräusche zu hören. Lenkung, Kupplung und Schaltung müssen problemlos funktionieren. Auf gerader Straße darf der Wagen nicht zur Seite ziehen. Beim Bremsen muss er in der Spur bleiben.

Nach der Probefahrt sollte man noch einmal unter das Auto schauen, ob es irgendwo Flüssigkeiten verliert. Im Zweifel rät der KS, den Wagen zu TÜV, Dekra oder einer anderen Prüforganisation zu bringen. Lehne der Verkäufer dies ab, sollte man den Kauf überdenken.

Am Schluss geht es um den Kaufvertrag und ans Bezahlen. Vertragsformulare gibt es im Internet. Beim Kauf von Privat gilt grundsätzlich: Bargeld gegen Fahrzeugbrief.