Frankfurt/Main: Auch bei Minusgraden in die Waschanlage

Frankfurt/Main: Auch bei Minusgraden in die Waschanlage

Während Straßenschmutz im Sommer allenfalls den optischen Eindruck beeinträchtigt, haben die Verunreinigungen in der kalten Jahreszeit oft Konsequenzen. Hartnäckige Rückstände setzen sich auf Lack, Karosserie sowie Unterboden fest und verursachen oder beschleunigen Korrosion.

„Eine Mischung aus aggressivem Streusalz, Splitt und Straßenschmutz malträtiert den Autolack im Winter”, mahnt Albrecht Trautzburg vom AvD in Frankfurt am Main und empfiehlt, den Wagen des Öfteren zu waschen. Während Autofahrer mit einer geringen Fahrleistung auch im Winter mit ein bis zwei Wäschen pro Monat auskommen, sollten Vielfahrer häufiger die Waschstraße ansteuern.

Streusalz gelte als Rostverursacher Nummer eins, erläutert der AvD-Sprecher. Dabei sei es nicht nur das Streusalz, das den Autos zusetzt, sondern auch andere chemische Substanzen. Ihm würden bisweilen Magnesium- und Calciumchlorid beigemischt. Damit hafte das Taumittel besonders gut auf der Fahrbahn - allerdings auch am Fahrzeug. Streusalzhaltiges Wasser gelange an den Lack, an die Kotflügel-Innenseite sowie an den Unterboden und biete Rost einen idealen Nährboden.

Eine Handwäsche sei - unabhängig von den kommunalen Bestimmungen - im Vergleich zur Waschanlage nicht zu empfehlen, sagt Trautzburg. Winzige Schmutzpartikel setzten sich in den Reinigungsschwämmen fest und wirkten auf dem Lack wie feinstes Schmirgelpapier. Auch der Einsatz von Hochdrucklanzen und Dampfstrahlern sei nicht sinnvoll.

Bei falscher Handhabung könnten durch den hohen Wasserdruck und die krassen Temperaturunterschiede Schäden am Unterboden oder am Lack entstehen. Wer sein Auto nach der Wäsche möglichst lange vor den schädlichen Einflüssen im Winter schützen wolle, der sollte bei der Autowäsche Heißwachs auftragen lassen.