Berlin: Au-Pair als haushaltsnahe Hilfe steuerlich absetzbar

Berlin: Au-Pair als haushaltsnahe Hilfe steuerlich absetzbar

Wer in seinem Haushalt ein Au-Pair beschäftigt, kann die Kosten dafür nach dem Wortlaut des Gesetzes nicht als haushaltsnahe Arbeiten absetzen.

Denn ein Au-Pair wird nicht als geringfügige Beschäftigte angesehen, es liegt kein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis vor und auch die Dienstleistung eines Unternehmens ist in der Arbeit eines Au-Pairs nicht zu sehen.

Da es gesetzgeberisch allerdings gewollt ist, dass die Kosten absetzbar sind, führte das Bundesministerium für Finanzen bereits im Jahr 2007 eine Sonderregelung ein - und zwar rückwirkend ab 2006 (BMF-Schreiben vom 26.10.2007, BStBl. 2007 I S. 783 Rz. 24). Danach werden die Kosten für die haushaltsnahe Tätigkeit eines Au-Pairs behandelt wie die Kosten für einen Dienstleister.

Allerdings müssen die sonstigen Voraussetzungen gegeben sein, so müssen wirklich haushaltsnahe Tätigkeiten ausgeführt werden, es muss ein Vertrag vorliegen, der die Funktion einer Rechnung übernimmt und das Taschengeld muss auf ein Konto des Au-Pairs eingezahlt werden.