München: ADAC warnt vor Problemen bei fiktiver Abrechnung von Unfallschäden

München: ADAC warnt vor Problemen bei fiktiver Abrechnung von Unfallschäden

Statt nach einem Unfall den Wagen reparieren zu lassen, können Autobesitzer auf der Basis eines Kostenvoranschlags Geld vom Schädiger verlangen.

„Doch bei solchen fiktiven Abrechnungen gilt es einiges zu beachten”, sagt Jost Kärger vom ADAC in München. Er verweist in diesem Zusammenhang auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs.

Man muss sich nicht immer auf die Alternative einlassen

Danach können zunächst grundsätzlich die Stundenverrechnungssätze einer markengebundenen Fachwerkstatt durch den Geschädigten geltend gemacht werden. Der Geschädigte darf aber den Schaden nicht mit den Stundensätzen einer teuren Markenwerkstatt abrechnen, wenn die Versicherung des Unfallgegners auf eine technisch gleichwertige Reparaturmöglichkeit in einer mühelos und ohne weiteres zugänglichen freien Fachwerkstatt verweisen kann.

Allerdings darf man in Ausnahmefällen als Geschädigter trotzdem auf Basis der Kosten einer Markenwerkstatt abrechnen. „Wenn der Wagen noch keine drei Jahre alt ist, muss man sich auf keinen Fall auf eine günstigere Alternative einlassen. Das gleiche gilt bei älteren Fahrzeugen, die lückenlos scheckheftgepflegt sind”, erläutert Kärger.