München: Ab 30 Euro gegen Skidiebstahl im Urlaub versichern

München: Ab 30 Euro gegen Skidiebstahl im Urlaub versichern

Die Skisaison hat begonnen, die ersten Sportler holen ihre Bretter aus dem Keller oder gönnen sich das neueste Modell. Skier von hoher Qualität gibt es ab rund 500 Euro aufwärts. Auf diese haben es Diebe in den Skigebieten besonders abgesehen.

„Es gibt keine genauen Zahlen, es ist aber davon auszugehen, dass jährlich mehrere Zehntausend Bundesbürger Opfer von Skidiebstählen werden”, sagt Michael Breuer vom Deutschen Skiverband. Neben Gelegenheitsdiebstählen werde auch organisiert gestohlen. Letzteres vor allem in großen, stark frequentierten Skigebieten.

Die größte Gefahr bestehe während einer Pause oder während des Aprés Ski. Stehen die Skier unbeaufsichtigt vor einer Hütte, kann man sich nach Einschätzung des Experten nur schlecht vor einem Diebstahl schützen. Eine Möglichkeit sei, die Skier an einem Skifach oder mit einem Schloss zu sichern, praktikabel sei beides nicht: „Skifächer gibt es selten und dann nicht in ausreichender Anzahl. Und ein einfaches Schloss kann im besten Fall einen Gelegenheitsdieb abhalten”, sagt der Experte.

Relativ sichere Schlösser

Es gebe relativ sichere Schlösser, um diese zu transportieren müsse man in der Regel jedoch einen Rucksack dabei haben. Zudem müsse man damit rechnen, beobachtet zu werden. Schließt man seine Bretter an, könnte das auf teure Skier hindeuten, deren Diebstahl sich lohnt. Aus diesem Grund rät Breuer auch von diesem häufig gegebenen Tipp ab: „Die Skier nicht paarweise sondern mit denen eines Mitfahrers als ungleiches Paar zusammenzustellen, kann kontraproduktiv sein.”

Beobachte dieses ein potenzieller Dieb, könne er die Ski-Paare problemlos einander zuordnen. Und nehme gleich beide mit. Zusätzlich zeige es ihm, dass eine längere Pause geplant sei.

Die Skikeller in den Hotels bieten nicht immer 100-prozentige Sicherheit, denn häufig werden sie nicht abgeschlossen. Kommt es zu einem Diebstahl, haftet nicht automatisch das Hotel: „Oft wird die Haftung im Kleingedruckten ausgeschlossen”, ist die Erfahrung des Experten. Die Aufbewahrung im Skikeller erfolgt auf eigene Gefahr.

Kommen die Skier abhanden, sollte dieses der Polizei gemeldet werden. Damit man genaue Angaben machen kann, ist es notwendig, sich vor dem Urlaub Ski-Nummer, Marke und Modell zu notieren.

Der Abschluss einer Ski-Versicherung ist eine Möglichkeit, sich vor einem finanziellen Verlust zu schützen. Diese deckt in der Regel Diebstahl und Skibruch. Im Gegensatz zur Reisegepäckversicherung auch dann, wenn die Skier unbeaufsichtigt vor einer Hütte abgestellt werden.

Eine Einschränkung bestehe laut Breuer für die Abend- und Nachtstunden: „Man kann davon ausgehen, dass die Versicherungsbedingungen zwischen 19 und 6 Uhr eine Aufbewahrung in einem ortsfesten Raum vorschreiben.” Das kann beispielsweise der Skikeller sein. Eine Jahrespolice ist - je nach Versicherungsumfang - ab rund 30 Euro zu haben. Breuer empfiehlt, auf eine weltweite Gültigkeit zu achten - man weiß ja nie, wohin der nächste Skiurlaub gehen wird.