Strausberg: Zahnfleischbluten bei Schwangeren meist kein Grund zur Sorge

Strausberg: Zahnfleischbluten bei Schwangeren meist kein Grund zur Sorge

Häufiges Zahnfleischbluten während der Schwangerschaft ist meistens kein Grund zur Sorge.

Ein leicht gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch sowie leichte Blutungen nach dem Zähneputzen seien bei werdenden Müttern völlig normal, erklärt der Strausberger Zahnarzt Thomas Schwierzy von der Landeszahnärztekammer Brandenburg.

Infolge der Hormonumstellung während der Schwangerschaft lockere sich das Bindegewebe und die Blutgefäße würden durchlässiger. Dadurch könnten vor allem im Mundraum leicht kleine Blutungen entstehen. Lediglich wenn das Zahnfleischbluten auch unabhängig vom Zähneputzen auftrete oder die Blutung länger anhalte, sollte laut Schwierzy vorsichtshalber ein Zahnarzt um Rat gefragt werden.

Da das empfindliche Zahnfleisch werdender Mütter zudem ein besonderer Angriffspunkt für Keime und Krankheitserreger sei, müsse auf eine intensive Mundhygiene geachtet werden, betont der Zahnarzt. Schwangere sollten sich deshalb mindestens zweimal täglich die Zähne mit einer fluoridhaltigen Zahncreme putzen. Auch eine Spüllösung mit Fluorid-Anteil könne das Wachstum schädlicher Keime reduzieren. Empfehlenswert seien darüber hinaus zahnärztliche Routinekontrollen zu Beginn der Schwangerschaft und etwa vier bis sechs Wochen vor der Entbindung, sagt Schwierzy.