Bad Homburg: Vor Zahnfleischmassagen bei zahnenden Kindern Hände waschen

Bad Homburg: Vor Zahnfleischmassagen bei zahnenden Kindern Hände waschen

Bei manchen Kindern kommen die ersten Zähnchen schon nach vier Monaten, bei anderen lassen sie auch nach einem Jahr noch auf sich warten. Sicher ist jedoch, dass sie kommen - und dann liegen bei Kindern und Eltern gleichermaßen die Nerven blank.

Die Kleinen haben aufgrund der durchbrechenden Zähnchen Schmerzen, neigen eher zu Fieber als sonst und fühlen sich ganz allgemein unwohl.

Die Folge: Sie sind unruhig und schlafen schlecht, was wiederum ihre Eltern auf Trab hält. Dennoch sollten Mütter und Väter in dieser Zeit vor allem eins tun: Versuchen, ruhig zu bleiben. „Das Baby spürt, wenn die Eltern unruhig und aufgeregt sind, und weint daraufhin noch mehr”, erklärt Barbara Mühlfeld vom hessischen Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte.

„Leider gibt es beim Zahnen kein Patentrezept, aber manchen Kindern hilft ein Beißring, an dem sie sozusagen ihre Felgen wetzen können”, weiß die Kinderärztin aus Bad Homburg. Besonders gut eignen sich Exemplare, die man kühlen kann und die die Schmerzen dadurch zusätzlich lindern. Auch Zahnfleischmassagen können helfen - wenn die Hygiene stimmt, denn das Zahnfleisch ist während des Zahnens leicht entzündet und somit besonders anfällig für Infektionen. „Darum lautet das oberste Gebot vor der Massage: langes und gründliches Händewaschen”, mahnt Mühlfeld. „Zudem sollten die Fingernägel kurz geschnitten und glatt gefeilt sein.”

Lauwarmer Salbeitee kann die Schmerzen ebenfalls mildern. „Da er ziemlich herb schmeckt, kann es gut sein, dass das Kind ihn wieder ausspuckt. Das ist aber nicht schlimm, denn für die heilende Wirkung genügt eine Mundspülung.”

Wenn das Baby gar nicht essen oder schlafen will, helfen Mittel, die das wunde Zahnfleisch lokal betäuben und außerdem eine schmerzstillende und entzündungslindernde Wirkung haben. „Im äußersten Notfall ist auch einmal ein Fieberzäpfchen erlaubt - denn eine ruhige Nacht hilft allen, dem Baby und den Eltern”, erklärt Mühlfeld. Darüber hinaus bleibt Eltern leider nur eines: Die Zähne zusammenbeißen und warten, bis ihr Kind es ihnen gleichtun kann.

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