Berlin: Studie: Kinder greifen trotz Computer verstärkt zu Büchern

Berlin: Studie: Kinder greifen trotz Computer verstärkt zu Büchern

Trotz zunehmender Computernutzung greifen Kinder laut der jüngsten Kids-Verbraucheranalyse auch weiterhin in hohem Maß zu klassischen Medien.

Nach der am Dienstag in Berlin vom Ehapa-Verlag vorgestellten Studie schmökern 90 Prozent der 6- bis 13-Jährigen in Zeitschriften, 82 Prozent greifen zu Büchern. Gegenüber dem Vorjahr bedeute dies sogar einen weiteren leichten Anstieg.

Zwei Drittel der 5,7 Millionen Kinder dieser Altersgruppe verbrächten einen Teil ihrer Freizeit auch vor dem Computer. Rund 90 Prozent nutzten dabei das Internet. Mehr als zwei Drittel der Kinder verfügten zudem über Spielkonsolen, 80 Prozent über Brett- und Kartenspiele sowie 60 Prozent über Plüschtiere.

Der Studie zufolge wirkt sich die Finanzkrise auch in den Kinderzimmern aus. So schraubten Eltern die Ausgaben für Kleidung, Spielzeug und Taschengeld zurück. Dennoch verfügten die Kinder in der untersuchten Altersgruppe jährlich über insgesamt 2,5 Milliarden Euro, die bevorzugt für Süßigkeiten, Eis oder Zeitschriften ausgegeben werden.

Die Kids-Verbraucheranalyse 2009 beruht auf 1.600 Interviews. Sie wird seit 16 Jahren regelmäßig von dem auf Kinder spezialisierten Zeitschriften- und Buchverlag Egmont Ehapa für die Marketing- und Werbeplanung erstellt.