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Weinheim: Studie: Eltern übertragen unerfüllte Träume oft auf Kinder

Weinheim : Studie: Eltern übertragen unerfüllte Träume oft auf Kinder

Eltern neigen dazu, die eigenen unerfüllten Wünsche auf ihre Kinder zu übertragen. Forscher an der Universität Utrecht konnten diese Theorie nun in einem Experiment belegen: Je stärker ein Elternteil sein Kind als Teil seiner selbst betrachtet, desto stärker soll es die Ziele von Mutter und Vater erfüllen.

In einer Befragung mussten Eltern angeben, wie sehr sie den Nachwuchs als Teil ihrer selbst sehen. Die einen, die das in hohem Maß taten, sollten dann von eigenen unerfüllten Lebenswünschen berichten, die anderen von Träumen von Bekannten. Eltern in der ersten Gruppe zeigten dabei größeren Ehrgeiz, dass ihr Nachwuchs ihre unerreichten Ziele weiter verfolgen würde. In der zweiten Gruppe war dies nicht der Fall.

Kein anderer Faktor - wie etwa Geschlecht und Alter des Kindes, die Kinderzahl oder der Bildungshintergrund der Eltern - war in diesem Zusammenhang maßgeblich. Sich im Erfolg des Kindes zu sonnen heiße, einen Weg gefunden zu haben, eigene unerfüllte Lebensträume doch noch verwirklicht zu sehen, erklärten die Forscher in der Zeitschrift „Psychologie Heute” .

(dpa)