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Schmalkalden: Spätestens mit dem dritten Lebensjahr muss der Schnuller weg

Schmalkalden : Spätestens mit dem dritten Lebensjahr muss der Schnuller weg

Der kleine „Nunni” und „Schnulli” aus Kautschuk oder Silikon ist bei kleinen Kindern ein wichtiger Begleiter, spendet er doch Trost und Beruhigung.

„Eltern sollten allerdings darauf achten, dass ihr Kind sich den Schnuller möglichst frühzeitig wieder abgewöhnt”, rät Kerstin Blaschke vom Freien Verband Deutscher Zahnärzte.

Dauerhaftes Nuckeln am Schnuller verformt den kleinen Kinderkiefer, Fehlstellungen der Zähne können bei „Langnucklern” die Folge sein: „Idealerweise sollte der Schnuller nach dem ersten Lebensjahr langsam entwöhnt werden”, rät die Zahnärztin aus dem thüringischen Schmalkalden.

Doch das ist nicht immer leicht. „Wenn Kinder sehr an dem Schnuller hängen, darf die Schonfrist auch verlängert werden.” Spätestens mit zweieinhalb bis drei Jahren sollte aber Schluss sein. „Bis zu diesem Zeitpunkt bilden sich eventuelle Verformungen des Kiefers in der Regel wieder vollständig zurück.”

Beim Schnullerkauf sollten Eltern in jedem Fall auf geprüfte Qualität und altersgerechte Größen achten. Wenn Babys statt Schnuller den Daumen für sich entdecken, kann das ebenfalls nachhaltige Folgen haben: „Durch den Einsatz des Daumens kommt es häufig zu stärkeren Verformungen”, sagt Zahnärztin Blaschke.

Zudem könne man dem Kind den Daumen viel schlechter oder gar nicht abgewöhnen. „Der Daumen landet dann auch bei Kindergarten- oder Schulkindern immer wieder im Mund und sorgt für nachhaltige Zahnfehlstellungen”, warnt die Expertin.