Schulanfang: Warum der Ernst des Lebens nicht nur die Kinder betrifft

Schulanfang : Warum der Ernst des Lebens nicht nur die Kinder betrifft

Mit der Einschulung des Kindes wird das Leben von Familien auf den Kopf gestellt. Die neue Lebensphase verändert grundlegende Alltagsstrukturen und stellt Eltern und Nachwuchs gleichermaßen vor neue Herausforderungen. Kinder werden zu sozialen Wesen, erlangen mehr Selbstständigkeit und benötigen fortan eine andere Art der Unterstützung.

Der Beginn der Schulzeit ist für die meisten Kinder und Eltern ein wichtiges Ereignis. Das tägliche Lernen in einer neuen Atmosphäre ändert auch Ablauf und Rhythmus des Familienalltags. Vom morgendlichen Aufstehen über das tägliche Hinbringen und Abholen des Kindes bis hin zu den Hausaufgaben und dem zeitigen Zubettgehen am Abend: Die Anforderungen an ein Schulkind und an seine Eltern unterscheiden sich enorm von denen der Kindergartenzeit. Auch die Bedürfnisse der Kinder entwickeln sich in Abhängigkeit ihres Alter und ihrer Lebenssituation.

Eigene soziale Kontakte knüpfen

Bereits im Kindergartenalter entwickeln Kinder untereinander Sympathien, doch feste Freundschaften entstehen meist erst mit dem Eintritt in die Grundschule. In diesem Alter fangen Kinder an, eigene soziale Kontakte zu knüpfen und diese in ihrer Freizeit zu pflegen. Schritt für Schritt erlangen sie immer mehr Selbstständigkeit und nehmen sich zunehmend als soziale Individuen wahr.

Die Schule ist daher auch ein Raum, in dem sich soziale Fähigkeiten entwickeln und formen können. Zwischenmenschliche Konflikte bleiben unter Kindern nicht aus. Bis zu einem gewissen Grad sind diese wichtig und lehrreich, können allerdings auch zu großen Sorgen und Problemen führen. Hier sind die Eltern gefragt, denn sie müssen in dieser Zeit lernen, ihr Kind zwar zu beschützen, ihm gleichzeitig aber auch möglichst viel Freiraum zu geben, um eigene Lösungsstrategien für Konflikte zu finden.

Schutz vor Gefahren

Kinder erlangen im Schulalter mehr Eigenständigkeit. Häufig verbringen sie einen Großteil ihres Tages außerhalb des Elternhauses, sei es morgens in der Schule oder am Nachmittag bei Freunden oder außerschulischen Freizeitaktivitäten. Das bedeutet aber nicht, dass sie ein vermindertes Schutzbedürfnis haben. Im Gegenteil - im Alltag eines Schulkindes lauern viele Gefahren, beispielsweise in den digitalen Netzwerken oder auch im Straßenverkehr, in dem sie sich bewegen. Risiken lassen sich zwar nie gänzlich ausschließen, doch kann die richtige Vorsorge häufig helfen, Schlimmeres zu verhindern und etwaige Folgen zu minimieren.

Eltern sollten sich beispielsweise umfassend über die wichtigsten Vorteile und Inhalte einer privaten Unfallversicherung für ihr Kind informieren. Auch wenn man an den schlimmsten Fall nicht denken mag: Private Unfallversicherungen sind sinnvoll, denn die finanziellen Folgen eines schweren Unfalls und die vielleicht lebenslangen Konsequenzen, die daraus resultieren, sind nicht zu unterschätzen.

Mit Erfolgen und Misserfolgen umgehen

Eine große Herausforderung für Schulkinder ist es, mit den eigenen Stärken und Schwächen umzugehen. In der Schule erleben Kinder häufig nicht nur Erfolge, sondern auch Misserfolge. Sie lernen, ihre eigenen Leistungen mit denen ihrer Mitschüler zu vergleichen und sich mit anderen zu messen. Nicht jedem Kind fällt das tägliche Lernen zu jeder Zeit leicht. Gerade das Verstehen und Erlernen von komplizierteren Inhalten erfordert Geduld, Durchhaltevermögen und Disziplin - Kompetenzen, die erst langsam geschult werden müssen und leicht zu Konflikten zwischen Eltern und Kindern führen können. Diese Veränderungen stellen daher nicht nur für den Nachwuchs Herausforderungen dar, sondern ebenso für die Eltern.

(rd)
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