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Berlin: Rauschtrinken von Jugendlichen bleibt ein ernstes Problem

Berlin : Rauschtrinken von Jugendlichen bleibt ein ernstes Problem

Der regelmäßige Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen in Deutschland geht weiter zurück und hat nach einer Untersuchung im vergangenen Jahr den niedrigsten Stand seit den 70er Jahren erreicht. Das sogenannte Rauschtrinken (Binge Trinken) hingegen ist weiterhin ein ernstes Problem, obwohl auch diese Trinkgewohnheit etwas weniger wurde.

Das geht aus der am Freitag vorgestellten neuen Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Trinkverhalten Jugendlicher und junger Erwachsener in Deutschland im Jahr 2010 hervor.

Während danach 2004 in der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen noch etwa jeder Fünfte (21 Prozent) angab, mindestens einmal in der Woche Alkohol zu trinken, lag dieser Anteil im Vorjahr bei rund 13 Prozent. Demgegenüber tranken sich 16,7 Prozent der minderjährigen Jugendlichen innerhalb eines Monats in einen Rausch, also konsumierten mindestens fünf alkoholische Getränke bei einer Gelegenheit. 2004 waren es noch 22,6 Prozent.

Die Bundesdrogenbeauftragte Mechthild Dyckmans (FDP) sagte, vor allem bei Jungen und jungen Männern sei das Binge Trinken weitverbreitet. So trank sich im vergangenen Jahr jeder Fünfte 12- bis 17-Jährige mindestens einmal im Monat ins Koma, bei den 18- bis 25-Jährigen war es sogar jeder Zweite.

Nach Einschätzung von BZgA-Direktorin Elisabeth Pott ist Alkohol nach wie vor das Suchtmittel Nummer eins bei jungen Menschen. Trotz der Erfolge könne von keiner generellen Trendwende gesprochen werden. „Kinder und Jugendliche trinken insgesamt immer noch deutlich zu viel.”