München: Persönliche Schätze schon zu Lebzeiten bestimmten Menschen widmen

München: Persönliche Schätze schon zu Lebzeiten bestimmten Menschen widmen

Nach dem Tod eines geliebten Menschen ist es für die Hinterbliebenen oft schwierig und schmerzhaft, dessen persönlichen Besitz aufzuteilen. Hilfreich ist es daher, wenn der Verstorbene sich vor seinem Ableben bereits Gedanken gemacht hat, wer einmal die Lieblingspuppe, die Pfeifensammlung oder das Fotoalbum der Urgroßmutter bekommen soll.

„Es nützt nichts, jemandem einen bestimmten Gegenstand zu Lebzeiten nur mündlich zu versprechen. Man sollte so einen Wunsch schriftlich festhalten”, sagt Gertrud Teusen, Autorin des Ratgebers „Höchste Zeit, darüber zu sprechen!”.

Entweder könne man eine Liste machen, wer welche Dinge erhält, und diese mit dem Testament aufbewahren. „Man kann aber die Gegenstände auch mit kleinen Schildchen versehen, auf denen man den Namen der Person notiert, die das jeweilige Stück einmal bekommen soll.” Hat man sich entschieden, wem man welche Dinge überlassen möchte, sollte man darüber auch mit der Familie sprechen: „So gibt es nach dem Tod keine unangenehmen Überraschungen.”

Eine besonders schöne Geste sei, den einzelnen Erben Briefe zu hinterlassen, in denen man ihnen erklärt, weshalb man sie genau mit diesem Stück bedacht hat. „So kann man die Geschichte dieses Gegenstandes und die Erinnerungen, die daran hängen, weitergeben.”