Berlin: Partnersuche: Absagen nicht persönlich nehmen

Berlin: Partnersuche: Absagen nicht persönlich nehmen

Online-Börsen machen den ersten Schritt der Partnersuche leicht. Aus einem scheinbar unendlichen Pool potenzieller Männer und Frauen fürs Leben können Singles auswählen. Doch nach dem ersten Kontakt im Internet erfolgt oft schon der Rückzug.

Der eine taucht im Netznirwana ab, die andere erteilt dem Gegenüber eine schroffe Absage. „Das sollte man auf keinen Fall persönlich nehmen”, betont Maria Schäfgen, Autorin des Ratgebers „Liebe aus dem Netz” (Orlanda Frauenverlag, 2003, 12,00 Euro, ISBN: 978-3936937039).

Der Internetauftritt sage wenig über die Persönlichkeit aus. „Nur aufgrund eines Profils und eines Fotos kann man den anderen nicht einschätzen”, sagt die Psychologin und Heilpraktikerin aus Berlin. Das Internet sei ein Markt der Eitelkeiten und Projektionsflächen. Daher habe das erste Bild meist wenig mit dem Menschen selbst zu tun. Außerdem sei die Suche im Internet zunächst virtuell und unverbindlich. „Unhöfliche Absagen sind daher sehr häufig”, erklärt Maria Schäfgen.

Wenn sich jemand nicht mehr meldet, sollte man die Sache abhaken. Bekomme man allerdings eine verletzende oder unverschämte Rückmeldung, sollte der Anbieter der Partnerbörse informiert werden, rät die Psychologin. Eine direkte Antwort sei nicht zu empfehlen. „Diese Person outet sich selbst als unhöflichen Menschen, von dem man die Finger lassen sollte”, unterstreicht Schäfgen.

Wer allerdings immer wieder Absagen bekomme, sollte sein Profil überarbeiten, schlägt die Paarberaterin vor. „Dafür sollte man mit einem Coach die Beschreibung der eigenen Person durchgehen und überlegen, wo man sich selbst Fallen eingebaut hat.” Ist der erste Kontakt hergestellt, sollte man sich so schnell wie möglich im realen Leben begegnen. Denn dort kann man nicht einfach weggeklickt werden.

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