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Fürth: Neuer Partner darf nicht ungefragt mit zum Elternabend kommen

Fürth : Neuer Partner darf nicht ungefragt mit zum Elternabend kommen

Welche Rolle ein neuer Partner im Leben der Kinder spielen darf, müssen getrennt lebende Eltern miteinander absprechen. Dies betrifft zum Beispiel Fragen rund um die Schule.

Der neue Freund oder die neue Freundin des Ex-Partners sollten etwa nicht unangekündigt bei einem Elternabend auftauchen, rät Hermann Scheuerer-Englisch von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke). Dies provoziere einen Konflikt zwischen den Trennungseltern. Denn der andere Elternteil könne sich durch den neuen Partner in seiner Bedeutung herabgesetzt fühlen.

Kommt der neue Partner mit, sollte das vorher angekündigt werden. Dem Ex sollte deutlich gemacht werden, dass er sich dadurch nicht entwertet fühlen müsse. Legt er aber sein Veto dagegen ein, dass der neue Partner zum Elternabend mitkommt, sollte dies respektiert werden. Im Interesse des Kinder sei es dann besser, dass sich der neue Partner zurücknimmt und verzichtet.

Grundsätzlich profitieren Kinder dann vom Engagement ihrer Eltern, wenn daraus keine neuen Konflikte entstehen. Untersuchungen haben gezeigt, dass nicht so sehr die Trennung, sondern heftige, fortdauernde und nicht gelöste Konflikte die Kinder nach einer Trennung der Eltern belasten.