Berlin: „Miteinander aktiv”: Tipps für die Alltagsgestaltung Demenzkranker

Berlin: „Miteinander aktiv”: Tipps für die Alltagsgestaltung Demenzkranker

Demenzkranke können sich bei fortgeschrittener Krankheit häufig nicht mehr selbst beschäftigen. Um den geistigen und körperlichen Abbau zu verlangsamen, ist Beschäftigung jedoch wichtig. So kann Unruhe, Traurigkeit oder Apathie entgegengewirkt werden.

Die neue Broschüre „Miteinander aktiv” von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft gibt Anregungen, Ideen und Tipps für die Alltagsgestaltung Demenzkranker, die von Angehörigen betreut werden. Die Broschüre wendet sich sowohl an die pflegenden Angehörigen als auch an Freunde, Bekannte und Ehrenamtliche, die sie unterstützen.

Um in Bewegung zu bleiben, können Angehörige und Erkrankte zum Beispiel Haus- und Gartenarbeiten miteinander verrichten. Tätigkeiten wie Orangen schälen, Handtücher zusammenlegen oder Beeren ernten trainierten auch die Motorik der Betroffenen. Gemeinsame „Erinnerungsreisen” brächten Demenzkranke und Angehörige einander näher. Ausflüge, Feste, Hobbys, sportliche Aktivitäten und Spiele böten ebenso eine schöne Abwechslung.

Die gemeinsamen Aktivitäten sollten allerdings den veränderten Fähigkeiten und aktuellen Bedürfnissen der Erkrankten angepasst sein, damit diese nicht unter- oder überfordert werden. Aber auch Angehörige sollten sich nicht mit der Planung und Organisation von Freizeitaktivitäten überfordern. Wichtig sei, dass alle Beteiligten einen gemeinsamen Rhythmus finden.

Bestellt werden kann die Broschüre bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz, Friedrichstraße 236, 10969 Berlin. Weitere Informationen gibt es unter Tel.: 030/25937950, Fax: 030/259379529, info@deutsche-alzheimer.de, Internet: http://www.deutsche-alzheimer.de .

Deutsche Alzheimer Gesellschaft: „Miteinander aktiv. Alltagsgestaltung und Beschäftigungen für Menschen mit Demenz”, Praxisreihe der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, Band 12, 2012, 88 Seiten, 4 Euro.