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Berlin: Kleinkinder brauchen Zahnpasta mit weniger Fluorid

Berlin : Kleinkinder brauchen Zahnpasta mit weniger Fluorid

Fluorid in der Zahnpasta schützt gegen Karies. Bei Kleinkindern achten Eltern aber am besten auf die richtige Dosierung.

Für Kinder unter sechs Jahren rät die Bundeszahnärztekammer zu einem Fluoridgehalt von 0,05 Prozent - auf der Packung ist die Menge dann meist mit 500 ppm (parts per million) angegeben. „Weil die Kinder die Zahnpasta leichter verschlucken, empfehlen wir einen niedrigeren Gehalt”, sagt Sebastian Ziller von der Bundeszahnärztekammer. Zu viel Fluorid kann bleibende weißliche Schmelzflecken und Streifen auf den Zähnen verursachen.

Kinder unter drei Jahren, die zusätzlich Fluoridtabletten nehmen, sollten nur mit fluoridfreier Zahnpasta putzen. Sobald die bleibenden Zähne durchbrechen, dürfen Kinder aber Zahnpasta für Erwachsene (mit 1000 ppm Fluorid oder mehr) benutzen. Dies ist ab etwa sechs Jahren der Fall.

Kinder sollten bereits ab dem Durchbruch des ersten Milchzahns die Zähne putzen. „Um alle Flächen zu erreichen und Zahnbelag zu vermeiden, sollten Eltern mindestens bis zum Schuleintritt nachputzen”, rät Ziller. Auch die Ernährung spielt bei der Karies-Vorsorge eine große Rolle. Zucker und Fruchtsäuren greifen die Zähne an. Ziller empfiehlt ungesüßte Tees oder Wasser.

(dpa)