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Frankfurt/Main: Kleine Kinder können sich an Bubble Teas verschlucken

Frankfurt/Main : Kleine Kinder können sich an Bubble Teas verschlucken

Sie sind süß, farbenfroh und in unzähligen Geschmacksvarianten erhältlich: Unter Kindern und Jugendlichen haben sich die Bubble Teas zu absoluten Trendgetränken entwickelt. So gesund und harmlos das Wörtchen „Tee” auch klingt: Die süßen Getränke haben es in sich, wie Iris Löhlein, Ernährungswissenschaftlerin beim Forum Trinkwasser in Frankfurt, erklärt.

„Ein Glas, also 0,2 Liter, kann bis zu 500 Kalorien enthalten, damit wären die Bubble Teas mit Abstand das kalorienreichste alkoholfreie Getränk auf dem Markt.” Zum Vergleich: „Dieselbe Menge Cola bringt es auf 90 Kalorien, ein Glas normaler Eistee aus dem Tetrapak auf 60, eine Apfelschorle auf 50 Kalorien.”

Bubble Teas basieren zwar auf grünem beziehungsweise schwarzem Tee oder Jasmintee: „Dieser wird dann aber ergänzt mit Milch, Joghurtpulver oder Eis, dazu Honig oder Fruchtsirup und Aromen.” Der Clou sind die „Popping Bobas” - kleine Kügelchen, die im Mund zerplatzen und dabei eine süße Füllung freigeben. „An diesen Kügelchen können sich kleine Kinder sogar verschlucken”, warnt Löhlein. Der Bundesverband der Kinderärzte fordert deshalb bereits Warnhinweise.

Die Expertin ergänzt: „Für Kleinkinder sind diese Getränke generell nicht geeignet und sollten tabu sein.” Auch für größere Kids sollte ein Bubble Tea nur ausnahmsweise genehmigt sein.

Um der Lust auf Eistee nachzugeben, könnten Eltern auch ganz leicht selbst coole Getränke mixen, sagt Löhlein: „Dafür zum Beispiel einfach roten Früchtetee kochen und etwas frisch gepressten Orangen- und Limettensaft hinzugeben.” Pfefferminzblätter sorgen für Frische, ein wenig Honig für angenehme Süße. „So ein Eistee ist dann tatsächlich ein ideales Sommergetränk für Kinder”, sagt die Expertin.