Leipzig: Kinder- und Jugendbuch: Zu wenige Väter lesen vor

Leipzig: Kinder- und Jugendbuch: Zu wenige Väter lesen vor

Nur jeder fünfte Vater liest seinen Kindern zumindest gelegentlich etwas vor.

„In 80 Prozent der Familien ist das Vorlesen ausschließlich Sache der Mütter, davon profitieren vor allem die Mädchen”, sagte Ulrich Störiko-Blume, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen (avj), auf der Leipziger Buchmesse bei der Vorstellung des Trendberichts Kinder- und Jugendbuch 2011 mit dem Titel „Fehlende Vorbilder - Was tun, wenn der Vater nicht liest?”.

Wie daraus weiter hervorgeht, ist der Anteil von Kinder- und Jugendbüchern am Gesamtmarkt 2010 leicht auf nunmehr 15,2 Prozent gesunken. „Das ist aber eher eine Normalisierung des Marktes, der 2009 durch den Boom der All-Age-Romane auf sehr hohem Niveau war”, erläuterte Claudia Paul vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Die Warengruppe, die hinter der Belletristik auf dem zweiten Platz liegt, werde für die Branche immer wichtiger.

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