Wiesbaden: Jedes vierte Baby hat ausländische Eltern

Wiesbaden: Jedes vierte Baby hat ausländische Eltern

Fast jedes vierte der in Deutschland geborenen Kinder hat mindestens einen ausländischen Elternteil. Von den rund 683.000 Neugeborenen des Jahres 2008 hatten rund 159.000 oder 23 Prozent zumindest eine Mutter oder einen Vater ohne deutschen Pass.

Dieser Anteil sei etwa drei Prozentpunkte höher als zehn Jahre zuvor, seit dem Jahr 2000 aber nahezu unverändert, sagte Martin Conrad vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag. Neuere Zahlen gibt es noch nicht.

64.000 der etwa 159.000 Säuglinge hatten ausländische Eltern. 95 000 Babys stammten aus einer deutsch-ausländischen Beziehung. Von diesen hatten 51.000 einen deutschen Vater und eine ausländische Mutter, die anderen 44.000 eine deutsche Mutter und einen ausländischen Vater. Die Zahl der Neugeborenen von zwei ausländischen Elternteilen ging in den vergangenen fünf Jahren um 12 000 zurück, während es 6000 Babys mehr von deutsch-ausländischen Paaren gab.

Die in Deutschland lebenden Ausländer, die 2008 Eltern wurden, stammten aus allen Kontinenten und rund 170 Staaten der Erde. Die größte Gruppe der Eltern gleicher Nationalität waren Türken mit 17.300 Kindern, gefolgt von Serben einschließlich Kosovaren (4100 Kinder) und Italiener (2100 Babys).

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