Berlin: Jede Nacht Schnarchterror: Getrennte Betten helfen

Berlin: Jede Nacht Schnarchterror: Getrennte Betten helfen

Sägt der Partner nachts ganze Wälder ab, kann das die Beziehung auf die Probe stellen. „Das ist Ruhestörung pur”, sagt Psychotherapeut Wolfgang Krüger aus Berlin. Meist seien Frauen die Leidtragenden.

Er rät deshalb zu getrennten Schlafzimmern. Das gemeinsame Einschlafen sei zwar wichtig, um Intimität in einer Beziehung herstellen. Schwere Schnarcher machten diesen Effekt im Laufe der Nacht aber schnell wieder zunichte.

Getrennte Betten jedoch stellten Beziehungen auf die Probe. „Es kann nach oben kippen - oder nach unten”, so Krüger. Um zu vermeiden, dass Paare nur noch wie in einer Wohngemeinschaft zusammenwohnen, sollten beide aktiv werden: „Sie müssen sich zum Beispiel bewusst zum Sex verabreden. Den Automatismus, dass man nachts nur die Hand nach dem anderen ausstreckt, gibt es nicht mehr”, sagt Krüger. Gerade der Wechsel zwischen Abstand und Nähe bringe für viele Beziehungen aber auch Belebung.

„Das klappt aber nur, wenn zwischen beiden Partnern noch ein inneres Band da ist. Man muss Lust haben, sich um den anderen zu bemühen.” Nacht für Nacht neben seinem schnarchenden Partner auszuharren, sei jedenfalls keine Lösung. „Wer sechs- bis siebenmal in der Nacht wachgemacht wird, hat irgendwann Mordgedanken.”