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Berlin: In Zeiten der Arbeitslosigkeit den Alltag gut strukturieren

Berlin : In Zeiten der Arbeitslosigkeit den Alltag gut strukturieren

Die Gedanken einiger Arbeitsloser kreisen pausenlos um die Jobsuche. Ein Tag ohne Recherche, Bewerbung oder Weiterbildung kommt ihnen verloren vor.

Viele haben außerdem das Gefühl, ständig verfügbar sein zu müssen. „Während man im Berufsleben immer wieder sein Arbeitspensum erreichen kann, ist die große Aufgabe eines Arbeitslosen - nämlich einen Job zu finden - nie erreicht”, sagt Katharina Stahlmann, Gestalttherapeutin und Coach in Berlin. Um sich selbst zu schützen, sollten sich Erwerbslose bei der Jobsuche Grenzen setzen und in ihrem Leben für Ausgleich sorgen.

Auch Arbeitslose müssten versuchen, ihr Berufs- und Privatleben zu trennen. „Ihr Beruf ist nun die Jobsuche”, erläutert Stahlmann, „und kein Arbeitnehmer steht seiner Firma rund um die Uhr zur Verfügung.” Arbeitslose sollten daher für sich selbst eine bestimmte Zahl an Arbeitsstunden festlegen und ihren Tagen eine feste Struktur geben. So setzt man sich zum Beispiel stets zu bestimmten Zeiten an den PC, um zu recherchieren und Bewerbungen zu schreiben. Pausen und freie Tage sollten Betroffene ebenfalls fest mit einplanen.

Auch für Jobsuchende gelte es, auf ihre Work-Life-Balance zu achten. Um sich zu erholen, könnten sie zum Beispiel etwas mit der Familie unternehmen, regelmäßig Sport treiben oder sich mit Freunden treffen. „Da Zeiten der Arbeitslosigkeit verstärkt mit Unsicherheit und Stress verbunden sind, sollte man sich bewusst schöne Inseln als Ausgleich setzen”, rät Stahlmann.

Vielleicht könne man etwas machen, was im Job sonst nicht möglich ist. Dann geht man zum Beispiel nicht am Samstag einkaufen, sondern erledigt das Shopping an einem Wochentag. Andere gehen vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben an einem Donnerstagnachmittag ins Schwimmbad.