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Haustier, und dann? - 4 Tipps vor dem Haustierkauf

4 Tipps vor dem Haustierkauf : Haustier, und dann?

Die Deutschen lieben Tiere. Gemäß den Ergebnissen einer Studie haben 57 Prozent mindestens ein Haustier. Davon halten 55 Prozent eine Katze und fast die Hälfte einen Hund. Schlusslichter sind Schlangen und Pferde mit jeweils vier Prozent.

Vier von zehn Befragten würden 800 Euro oder mehr für eine lebensrettende Operation ihres Haustieres ausgeben. Die Zahl verdeutlicht, dass diese längst zur Familie gehören. Allerdings eignet sich nicht jedes Tier für jedes Lebensumfeld. Worauf bei der Anschaffung eines Haustieres zu achten ist, erfahren Sie hier.

Passt das Haustier zur momentanen Wohnsituation?

Wer in einer kleinen Wohnung im 8. Stockwerk wohnt, sollte keinen großen Hund zu Hause halten. Dieser benötigt mehrmals am Tag Auslauf und erledigt währenddessen die notwendigen Toilettengänge. Eine Katze eignet sich hier besser. Die Samtpfoten sind stubenrein und überdies in der Lage, den Tag in der Wohnung zu verbringen. Zudem toleriert nicht jeder Vermieter Hunde in seinem Wohneigentum. Katzen werden eher akzeptiert. Fische und Co. sollten niemals ein Problem darstellen.

Pflege

Auch Haustiere benötigen Pflege. Das bloße Abstellen von Futternapf und Wassertrog genügt nicht. Selbst Kleintiere wie Zwergkaninchen oder Vögel sind in der Pflege zeitintensiv. Deren Stall beziehungsweise Käfig benötigt eine regelmäßige Reinigung. Wer beispielsweise Kanarienvögel hält und ihnen Freiflug gewährt, muss darüber hinaus zu gegebener Zeit die Wohnung gründlich von Vogelkot säubern. Andernfalls droht die Entstehung von Krankheitserregern.

Wie viel kann ich mir leisten?

Dieser Aspekt ist nicht zu unterschätzen. Neben den Anschaffungskosten werden die laufenden monatlichen Belastungen oft zu gering kalkuliert. Das günstigste Futter ist nicht immer jenes mit der besten Qualität. Leistung hat ihren Preis.

Hunde und Katzen sind gesellige Tiere. Wenn sie nicht ausgelastet und beschäftigt sind, werden sie unter Umständen aus Langeweile die Wohnungseinrichtung demolieren. Folglich sind sie auf Spielzeug und Entdeckerlandschaften angewiesen.

Außerdem sind sich viele Tierhalter nicht über die Kosten für einen Tierarzt bewusst. Insbesondere die Behandlung von Hunden und Katzen führt schnell zu Aufwendungen im vierstelligen Bereich. Auf dem Markt existieren Unternehmen, welche sich auf eine Tierkrankenversicherung für Hunde und Katzen spezialisiert haben. Hinsichtlich des genannten Kostenrahmens scheint ein Abschluss einer solchen Police empfehlenswert.

 Liebe und Zuwendung

 Ähnlich wie Menschen sind auch Tiere soziale Wesen mit Gefühlen. Wer beruflich sowie familiär bereits stark eingespannt ist und abends nach Feierabend lieber einen Film schaut oder einen Cocktail trinkt, hat sehr wahrscheinlich nicht ausreichend Zeit für ein Haustier. Grundsätzlich gilt: Je größer das Tier, desto mehr Zuwendung verlangt es. Fische sind komplikationslos zu halten. Ebenso Schlangen und Mäuse. Anders stellt sich die Sachlage bei Hunden und Katzen dar. Hier muss viel Zeit und Liebe investiert werden.

Das Wichtigste in Kürze

  •  Erfüllt die Wohnung alle Voraussetzungen? Erlaubt der Vermieter das Halten des Tieres?
  • Kann die Zeit zur Pflege der Geschöpfe aufgebracht werden?
  • Ist das nötige Kleingeld vorhanden?
  • Bestehen die zeitlichen Ressourcen zur artgerechten Beschäftigung mit dem Tier?