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Stuttgart: Gereiztheit und Ängste sind für Pflegende Alarmzeichen

Stuttgart : Gereiztheit und Ängste sind für Pflegende Alarmzeichen

Pflegende sind psychisch häufig so stark belastet wie der Erkrankte selbst. Treten Symptome wie Gereiztheit, Ängste, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Erschöpfung auf, sind das Alarmsignale. Dann sei es höchste Zeit, dass sich der Pfleger Unterstützung suche.

Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Medizin und Ärztliche Psychotherapie (DGPM) hin. Eine Möglichkeit sei es, sich stundenweise eine Pflegekraft nach Hause zu holen.

Häufig trage mangelnde Kommunikation zur Belastung bei. Der Patient will nicht zur Last fallen, und der Pflegende möchte ihm nicht das Gefühl geben, dass er eine solche ist. Daraus entsteht ein Teufelskreis aus gegenseitiger Rücksichtnahme, in dem vieles unausgesprochen bleibt. Besser sei es, eigene Belastungen und Bedürfnisse klar anzusprechen. Die Krankheit dürfe das Leben des Pflegenden nicht dominieren, erläutert die DGPM. Ruhezeiten und Unterstützung müssten eingefordert werden.

(dpa)