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Braunschweig: Eltern sollten unpassende Geschenke austauschen

Braunschweig : Eltern sollten unpassende Geschenke austauschen

Manche Dinge würden Eltern ihren Kindern niemals kaufen. Bekommen die Kleinen Kriegsspielzeug, Süßigkeitenberge oder Taschenmesser allerdings von anderen Leuten geschenkt, geraten Mütter und Väter in die Zwickmühle.

„Ist man mit einem Geschenk überhaupt nicht einverstanden, sollte man das dem Kind erklären und das Geschenk wegsperren”, sagt Frank Hofmann, Leiter der Erziehungsberatungsstelle am Domplatz in Braunschweig.

Besonders bei jüngeren Kindern müssten Eltern hier eine eindeutige Entscheidungsposition ergreifen und bestimmen, was richtig und was falsch ist. „Als Entschädigung für das verlorene Geschenk kann man dem Kind anbieten, dass es sich dafür ein anderes Spielzeug aussuchen darf”, sagt der Diplom-Psychologe.

Bei Süßigkeiten könnten Eltern grundsätzlich die Regel einführen, dass die Kinder ihnen sämtliches Naschzeug zur Aufbewahrung geben. Selbst wenn jemand dann mal größere Mengen an Bonbons und Schokolade mitbringe, sei die Situation so bereits geregelt.

„Diesen Speicher können die Eltern dann nach und nach an ihre Kinder verteilen”, sagt Hofmann.

Wichtig sei, dass man dem Schenker bei Gelegenheit auch erkläre, dass und warum man mit dieser Art von Geschenken nicht einverstanden sei.

„Um solche Situationen von Anfang an zu verhindern, ist es außerdem gut, Verwandten und nahen Freunden einmal allgemein mitzuteilen, welche Art von Geschenken man für seine Kinder passend findet”, sagt Hofmann.