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Bremen: Eltern sollten den Mobber ihres Kindes nicht selbst ansprechen

Bremen : Eltern sollten den Mobber ihres Kindes nicht selbst ansprechen

Wenn das eigene Kind in der Schule oder im Internet gemobbt wird, sollten sich Eltern nicht an den Täter wenden. Das zeige den Mobbern, dass sich das Opfer nicht selbst wehren kann und schwäche seine Position möglicherweise nur noch mehr.

Darauf weisen das Landesinstitut für Schule (LIS) in Bremen und die Techniker Krankenkasse (TK) in Broschüren zum Thema Cybermobbing hin, die sie in Bremer Schulen verteilen.

Auch an die Eltern der Täter sollten sich die Eltern des Opfers nicht wenden. Denn in der Regel nehmen Eltern ihr Kind in Schutz, und oft dulden sie sein aggressives Verhalten. Und selbst wenn sie den jungen Täter bestrafen: Letztlich bekommt das Opfer die Konsequenzen zu spüren.

Ist die Schule der Ort des Psychoterrors, sollten Eltern das Gespräch mit den Lehrern, der Schulleitung oder schulischen Beratungsstellen suchen. Das betroffene Kind sollte aber nicht zum Lehrergespräch mitkommen, raten die Experten.

Die Konfrontation belaste es und verstärke seine Schuldgefühle. Wird das Kind im Internet gemobbt, sollten Eltern sich an den Betreiber des Netzwerks wenden. In schweren Fällen schalten sie am besten die Polizei ein und erstatten unter Umständen sogar Strafanzeige.

(dpa)