Die wichtigsten Versicherungen für junge Erwachsene im Überblick

Im Überblick : Die wichtigsten Versicherungen für junge Erwachsene

Millennials, wie man die Generation der heute 20- bis 30-Jährigen häufig nennt, gelten als gut ausgebildet, internet- und technikaffin - und als Versicherungsmuffel. Nur ein Drittel hat beispielsweise eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen. Woher rührt diese Skepsis, und gibt es Versicherungen, die jeder haben sollte?

Millennials sind in Bezug auf Versicherungen verunsichert

Risikoabsicherung und Altersvorsorge sind Themen, über die man sich als junger Erwachsener meistens noch keine Gedanken macht. Die Vorstellung, irgendwann berufsunfähig zu werden, schwer zu verunglücken oder gar zu sterben, scheint in jungen Jahren abwegig, das Rentendasein ist auch noch weit entfernt. Die Auseinandersetzung mit diesen Themen und damit den Abschluss entsprechender Versicherungen verschieben die Millennials daher gerne in die Zukunft. Dabei haben sie hautnah die globale Wirtschaftsentwicklung miterlebt, von den Krisenjahren 2008 und 2009 bis hin zum Beschäftigungsboom.

Für die Angehörigen der Generation Y zählen vielmehr die aktuelle Lebensphase und nicht die Finanzierung des Ruhestandes. Zu diesem Ergebnis kommt auch eine Befragung der Marktforschungsgesellschaft Toluna. Die Befragtengruppe setzte sich aus 492 Frauen und 508 Männern im Alter von 18 bis 29 Jahren zusammen; darunter Berufstätige, Arbeitslose, Studenten und Schüler. 40,5 Prozent davon machen sich Sorgen aufgrund von fehlender Absicherung und Rücklagen, und doch bilden nur 48,8 Prozent Rücklagen für später. Zudem ist eine deutliche Skepsis gegenüber der Leistungsfähigkeit der gesetzlichen Rente erkennbar.

Doch wieso interessieren sich so wenige Millennials für Versicherungen, obwohl ihnen die Risiken des Lebens bewusst sind? 44,2 Prozent der Befragten denken, dass Versicherungen teuer seien, und 21,8 Prozent vertrauen Versicherungen einfach nicht. Gleichzeitig sind sie jedoch offen für eine Absicherung, wenn es ihnen so erklärt wird, dass sie es verstehen (45,1 Prozent) und sie so angesprochen werden, dass es für sie passt (39,9 Prozent).

Welche Versicherungen ratsam sind

Ein Überblick über die grundlegenden Versicherungen ist deshalb ein guter Einstieg in das Thema. Gesetzlich vorgeschrieben in Deutschland sind Sozialversicherungen wie die Arbeitslosen-, Kranken- und Rentenversicherung. Deren Beträge sind an das Gehalt des Erwerbstätigen gekoppelt und werden automatisch abgezogen. Zudem hat jeder Bürger die Möglichkeit, selbstständig weitere Versicherungen abzuschließen.

Unverzichtbar ist eine private Haftpflichtversicherung, die dann greift, wenn man anderen Menschen oder Objekten durch Unvorsichtigkeit oder Leichtsinn einen Schaden zugefügt hat und Schadensersatz leisten muss. Sie sichert Personen-, Sach- und Vermögensschäden im privaten Bereich ab. Bevor man solch eine Police abschließt, sollte man als junger Mensch jedoch die Versicherung der Eltern überprüfen. In der Regel ist man bei den Eltern bis zum 25. Lebensjahr mitversichert, wenn man einige Voraussetzungen erfüllt.

Weiterhin sollten junge Erwachsene über den Abschluss einer Lebensversicherung nachdenken, vor allem solche, die bereits eine Familie haben und Alleinverdiener sind. Denn sollten sie sterben, stünden die Angehörigen plötzlich ohne Einkommen da. Das kann schnell existenzbedrohend werden, vor allem, wenn Kredite zurückzuzahlen sind.

Um einen Überblick über die Kosten zu bekommen, können Interessierte auf der Seite des Anbieters Verti unverbindlich mit dem Lebensversicherung Rechner den individuellen Beitrag berechnen lassen.

Ein Muss für Berufstätige ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Denn längst sind nicht mehr nur körperliche Beschwerden der Grund für eine Berufsunfähigkeit. Bei immer mehr Berufstätigen führen psychische Probleme dazu, dass sie ihrem Beruf nicht mehr nachgehen können. Die Anzahl der Personen, die unter Depressionen leidet, steigt kontinuierlich: 2015 zählte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rund 322 Millionen an Depressionen Erkrankte. Deshalb sollte man die Psyche immer im Blick haben und sich gegen eine psychisch bedingte Berufsunfähigkeit absichern. Mit Versicherungen lassen sich Schäden zwar nicht vermeiden, doch zumindest die Wucht der Konsequenzen eindämmen.

(rd)
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