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München: Autistische Kleinkinder reagieren weniger auf Grimassen und Gesten

München : Autistische Kleinkinder reagieren weniger auf Grimassen und Gesten

Reagieren Kleinkinder kaum auf Grimassen oder Gesten wie Winken, kann das ein Hinweis auf Autismus sein. Eltern sollten ihren Kinder- und Jugendarzt auf so eine Beobachtung ansprechen. Darauf weist Monika Niehaus vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hin.

Denn eine bestmögliche Förderung betroffener Kinder setzt voraus, dass die Diagnose Autismus möglichst früh gestellt wird. Ein weiteres Anzeichen kann sein, dass Kleinkinder kaum reagieren, wenn ihr Name gerufen wird. In der Regel horchen schon Säuglinge mit der Zeit auf, wenn sie ihren Namen hören und wenden sich der Person zu, die ihn ausgesprochen hat.

Kinder mit Autismus machen das dagegen weniger. Ein typisches Merkmal ist auch, dass Kinder keine Rollen nachahmen. In der Regel gelingt es ab Ende des zweiten Lebensjahrs, etwa Vater, Mutter, Kind zu spielen. Kinder mit Autismus können nicht so tun, als ob sie eine Rolle einnehmen. Sie beschäftigen sich eher mit bestimmten Spielsachen und konzentrieren sich auf diese.

(dpa)