1. Leben
  2. Familie

Fürth: Angst vor Bundesjugendspielen: So helfen Eltern ihrem Kind

Fürth : Angst vor Bundesjugendspielen: So helfen Eltern ihrem Kind

Für manche Schüler ist es der blödeste Tag im Jahr: die Bundesjungendspiele. Sie haben Angst, sich vor den Klassenkameraden zu blamieren.

„Das kann frustrierend sein, aber das ist ja Alltag in der Schule - für den einen ist es der Sport, für andere die Matheklausur”, sagt Ulric Ritzer-Sachs von der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung. Wichtig sei, sich anzustrengen und dabei zu sein.

Eltern sollten versuchen, die Wettkämpfe angstfrei zu gestalten. Dazu sollten sie ihrem Kind Spaß an der Bewegung vermitteln. „Es darf auch mal ein Wettrennen sein.” Und es hilft, wenn sie dem Kind Mut machen und sagen: „Ich bin stolz auf dich, und was dabei rauskommt, ist egal.”

Doch was, wenn ein Kind richtig Panik hat - dürfen Eltern dann eine Entschuldigung schreiben? „Nur im Einzelfall und nur nach Absprache mit der Schule”, sagt Ritzer-Sachs. Sei ein Kind so verängstigt, dass es körperliche Symptome zeigt und sich beispielsweise übergeben muss, sollten Eltern mit den Lehrern darüber sprechen.

Das gilt beispielsweise auch für Matheklausuren. „Dann kann es helfen, das Kind erst mal zu entschuldigen - und dann das Problem und die Angst in den Griff zu bekommen.” Beim nächsten Mal sollte das Kind dann aber dabei sein - schließlich wird es auch später im Leben immer wieder in Wettbewerbssituationen geraten, die es zu bewältigen gilt.

(dpa)