Weinheim: Ähnlichkeiten fördern die Beziehung

Weinheim: Ähnlichkeiten fördern die Beziehung

Beziehungen funktionieren besonders gut zwischen Partnern, die sich ähnlich sind. Denn mit einem Partner, dessen Ideale, Eigenschaften und Ziele den eigenen ähneln, fühlen sich Menschen nicht nur lebendiger.

Sie hätten auch den Eindruck, bei Veränderungen tatkräftiger unterstützt zu werden, ergab eine Studie von Caryl Rusbult von der Universität in Chapel Hill im US- Bundesstaat North Carolina. Sie und ihre Kollegen untersuchten den sogenannten Michelangelo Effekt. Er beruht auf dem Satz des Künstlers, seine Aufgabe sei lediglich, das grobe Äußere eines Steinblocks abzuschlagen und die innewohnende Schönheit freizulegen.

Genauso stellen sich die Psychologen den Einfluss sich nahestehender Menschen vor. Wenn es gut läuft, könnten Menschen in der Begegnung mit anderen eigene Hoffnungen, Träume und Erwartungen verwirklichen und sich so ihrem Idealbild annähern, berichtet die in Weinheim bei Mannheim erscheinende Zeitschrift „Psychologie heute”.

Die Forscher untersuchten in mehreren Studien junge Paare. Das Ergebnis: Besonders zufrieden seien Partner, wenn sie meinen, dass der andere bereits über Eigenschaften und Fähigkeiten verfügt, die sie sich selbst aneignen wollen. Eine solche Konstellation sei besonders günstig, um möglichst schnell die Kluft zwischen aktuellem Selbstbild und angestrebtem Ideal zu verringern. Diese Hilfe zur Selbstentwicklung scheine wiederum die empfundene Zuneigung zu vergrößern.