Weinverkostungen - warum nicht nur Profis Freude daran haben

Jahrgang und Name : Weinverkostungen - warum nicht nur Profis Freude daran haben

Ein guter Wein ist nicht nur was für Genießer. Die facettenreiche und faszinierende Kultur, die in jedem Wein steckt, begeistert auch Laien. Damit aus einem schnellen und oberflächlichen Genuss eine Leidenschaft werden kann, muss es dem Weintrinker gelingen, die unterschiedlichen Facetten im Wein herauszuschmecken.

Und dieses Prozedere wird bei einer Weinverkostung in einer ruhigen und entspannten sowie mit Konzentration gefüllten Umgebung erlernt.

Jeder Genießer erlebt Wein auf seine individuelle Weise

Die Vielfalt, die in einem Wein steckt, erzeugt viele unterschiedliche Eindrücke. Um diese Eindrücke bündeln zu können, kann eine Weinverkostung durchaus sinnvoll sein. Nicht nur Weinliebhaber erhalten bei einer solchen Verkostung die Gelegenheit, neue Weine kennenzulernen und diese professionell zu bewerten. Auch für Laien ist eine solche Verkostung sinnvoll. Denn sie entdecken unter professioneller Anleitung die verschiedenen Strukturen und Geschmacksrichtungen von einem Wein und können diesen im Anschluss deutlich besser einordnen.

Damit eine solche Verkostung aber nicht nur zu einem Besäufnis wird, sondern auch einen Mehrwert mit sich bringt, sind einige Vorbereitungen sinnvoll. Der Weinkenner weiß zum Beispiel, dass er vor einer Verkostung nicht rauchen sollte. Doch weiß das auch der Laie? Wir möchten daher ein paar Eckdaten zur Weinverkostung zeigen, die auf der einen Seite vielleicht dazu einladen, einmal verschiedene Weine zu verkosten, auf der anderen Seite vielleicht auch dabei helfen, auch zu Hause die Weine besser einschätzen zu können und die Auswahl für einen passenden Wein zu erleichtern.

Worauf kommt es bei einer Weinverkostung im Detail an?

Eine Weinverkostung ist nicht nur das stumpfsinnige Ausprobieren von verschiedenen Weinen. Es geht darum, den Wein in Augenschein zu nehmen, die Farbe festzustellen und mithilfe des Geruchs und des Geschmacks den Gaumen zu begeistern. Geschmackliche Eindrücke werden beispielsweise mit Gaumen und Zunge gesammelt. Aber auch das Auge spielt bei der Weinverkostung eine große Rolle. Denn es ist für den ersten Eindruck, die Farbe, zuständig.

Damit eine Weinverkostung gelingt und wirklich individuelle Eindrücke erzeugen kann, sollte neben dem Rauchen auf den Verzehr von aromatischen Speisen verzichtet werden. Wer im Vorfeld einen kräftigen Kaffee trinkt, verfälscht den Geschmack des Weines. Am besten sollte zur Weinverkostung auch immer etwas Wasser und etwas Weißbrot gereicht werden. Dadurch können die Geschmäcker neutralisiert werden und jeder neue Schluck Wein kann auch neu beurteilt werden.

Der Wein muss außerdem richtig temperiert sein und im Vorfeld dekantiert werden. Hinzu kommt, dass eine Weinverkostung immer in einem passenden Glas stattfinden muss. Wein trinkt man nicht aus Plastikbechern und auch nicht aus kleinen Trinkgläsern, die sonst für Limonade genutzt werden.

Jahrgang und Name des Weines spielen eine Rolle

Neben all den Geschmäckern, Farben und Gerüchen ist es auch der Jahrgang und der Name des Weines, der etwas über die Qualität aussagt. Auf der einen Seite merken wir uns von guten Weinen den Namen in dem Jahrgang, um diese später für den Kauf wiederfinden zu können. Auf der anderen Seite sagen der Name und der Jahrgang auch viel darüber aus, was vom Wein erwartet werden darf.

Das Jahr ist zum Beispiel ein wichtiger Anhaltspunkt für die Entwicklung des Weingutes und des Baugebietes. Der Name des Weines sagt etwas über den Winzer, der dafür verantwortlich ist. So ergibt sich ein Gesamtbild, dass eine große Aussagekraft hat und den Weingenuss auf ein völlig neues Level hebt.

(vo)
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