1. Leben
  2. Essen und Trinken

Hot-Caipi und Co: Auch im Winter sind Cocktails angesagt

Hot-Caipi und Co : Auch im Winter sind Cocktails angesagt

Wenn es draußen kalt wird, ist Glühweinzeit. Das gehört für viele einfach dazu - egal, ob zu Hause oder auf dem Weihnachtsmarkt. Aber das ist natürlich auch ein wenig langweilig. Wie wäre es stattdessen mal mit einem echten Wintercocktail?

Der muss auch nicht zwingend Alkohol enthalten.

Der Pearl Harbour: Die asiatische Variante mit dem gewissen Etwas

Viele kennen den Film und die dazugehörige Geschichte. Der Drink nimmt Motive der fernöstlichen Gastronomie auf. Die Grundzutat ist Sake, dieser japanische Reiswein ist mittlerweile auch in Europa sehr beliebt. Der Sake wird in einem Topf auf maximal 60 Grad Celsius erhitzt - ein Thermometer ist hilfreich. Nun gibt man ein wenig Honig, fünf Zentiliter Cranberrysaft und zwei Schnitzer Zitronenschale hinzu. Abgerundet wird das Getränk mit zwei Kardamomkapseln und fünf Scheiben frischem Ingwer. Übrigens: Wie diese Anleitung beweist, ist es gar nicht schwer, Ingwer daheim anzubauen. Aus einer Knolle kann man einen Vorrat für den ganzen Winter ziehen und hat so stets ausreichend Ingwer für Heißgetränke. Den Ansatz aus Sake und den Zutaten gibt man zum Schluss durch ein feines Sieb und genießt das Getränk dann heiß aus einer Tasse. Am besten schmeckt es, wenn man den Ingwer noch ein paar Minuten ziehen lässt.

Der Marshmallow-Candy-Star: Alkoholfreie Alternative für Naschkatzen

Zugegeben: Im engeren Sinne ist dieser Drink gar kein Cocktail. Aber er wird heiß serviert und ist daher eine gute Alternative zu Glühwein. Zudem eignet er sich für Kinder, denn Alkohol ist nicht enthalten. Man nehme einen Topf mit 500 Milliliter Milch, die man leicht aufkochen lässt. Dann fügt man etwa fünf Esslöffel Koch-Kakao hinzu und etwa die gleiche Menge Zucker. Das ist die Basis des Drinks. Das heiße Getränk gießt man dann in eine Tasse und legt sofort einen dicken Marshmallow oben drauf. So bildet sich keine Haut auf dem Getränk und die süße Schaumspeise saugt sich mit dem Kakao voll. Dann wird es heiß: Auf die Oberfläche streut man etwas Zucker, den man anschließend mit einem kleinen Hand-Flambierer karamellisiert. Das geht auch im Ofen bei großer Oberhitze. Aber Vorsicht: Wenn der Zucker verbrennt, wird er bitter. Zum Abschluss kann das Getränk noch mit Schokostreuseln verziert werden.

Der Hot-Caipi: Heiße Variante des beliebten Sommergetränks

Der Caipirinha ist einer der beliebtesten Drinks für den Sommer. Aber auch im Winter schmeckt er, und zwar in der Hot-Variante. Dafür wird das originale Rezept leicht abgewandelt. Seit einigen Jahren sind dieser und andere Drinks auch auf Weihnachtsmärkten zu finden. Die Limetten sind weiterhin der Star dieses Cocktails. Man viertelt die Früchte, nachdem man sie gründlich unter heißem Wasser abgewaschen hat. In einem Topf erhitzt man gleichzeitig fünf Zentiliter Rum mit etwa 100 Milliliter Wasser. Die Mischung darf sich auf höchstens 60 Grad Celsius erhitzen. Ist sie fertig, werden die Limetten in einem hitzebeständigen Glas mit einem Esslöffel gemahlener Kandiszucker vermengt und leicht gestoßen, sodass der Saft austritt. Oben drauf kommt nun das warme Rum-Wasser-Gemisch. Kurz umrühren und fertig zum Genießen.

Der Punsch: Für Seefahrer und Abenteurer

So war es zumindest früher: Wenn Weltumsegler wochenlang unterwegs waren, hat ihnen der Punsch über manche Flaute hinweggeholfen. Heute ist das Heißgetränk noch immer angesagt. Das Rezept ist einfach: In einem Topf lässt man 500 Milliliter Wasser sprudelnd aufkochen. Dann nimmt man es vom Herd und fügt nacheinander 80 Gramm Zucker, zwei kleingehackte Zitronen und eine große Tasse starker schwarzer Tee hinzu. Wer es mag, fügt noch zwei dünne Scheiben Ingwer oder ein Salbeiblatt hinzu. Nach etwa zehn Minuten kommt der Rum ins Spiel. Acht bis zehn Zentiliter dürfen es für die Mischung schon sein. Wer dies nicht möchte, kann aber auch darauf verzichten: Der Punsch schmeckt auch ohne Alkohol.

(vo)