1. Leben
  2. Genuss

Die teuersten Kaffeegetränke: Sind sie auch die Besten?

Purer Genuss : Die teuersten Kaffeegetränke: Sind sie auch die Besten?

Muss guter Kaffee auch gleichzeitig teuer sein muss? „Qualität hat ihren Preis“, lautet ein weit verbreitetes Sprichwort. Das heißt jedoch im Umkehrschluss nicht, dass alles, was gut ist, auch teuer sein muss.

Es ist schwierig, eine pauschale Aussage zu treffen, weil Geschmäcker verschieden sind. Im Folgenden stellen wir einige der teuersten Kaffeegetränke der Welt kennen vor.

Hawaii

Haben Sie schon einmal Kaffeebohnen aus Hawaii probiert? Der Kona stammt aus Hawaii. Hawaii ist eine besondere Region, wenn es um Kaffee und um den Anbau von Kaffeebohnen geht. Das liegt am Vulkanboden auf Hawaii, der äußerst fruchtbar sein kann und dafür verantwortlich ist, dass die Arabica-Bohne namens Kona einen solch fruchtigen und zugleich gehaltvollen Geschmack hat. Die Bedingungen, die auf dieser Insel vorherrschen, sind nicht zu unterschätzen und zudem gibt es sie auch kein zweites Mal.

Dort herrschen Temperaturen von bis zu 30 Grad, weshalb das Klima auf jeden Fall als tropisch zu bezeichnen ist. Es herrschen die optimalen Bedingungen und die richtige Mischung aus Sonne und Regen vor, welche zu einer entsprechenden hochwertigen Reifung beitragen. Allerdings sind die Anbauflächen für diese Bohnen sehr klein. Auf einem bis drei Hektar wachsen die Bohnen, was sich entsprechend auf den Preis auswirkt. Für einen Kilo zahlt man etwa 120 Euro, was aber auch dran liegt, dass die Arbeit in die Hände von Familienbetrieben gelegt werden, die darauf achten, dass nur die besten Bohnen schließlich weiterverarbeitet werden.

St. Helena

Ganz besondere Kaffeebohnen, die es exklusiv auf der Insel St. Helena gibt und die entsprechend teuer weiterverkauft werden. Diese kleine Insel im Atlantik liegt 1200 Kilometer westlich von der Küste Afrikas. Schon der besagte Napoleon soll die speziellen Kaffeebohnen probiert haben, die heute noch in aller Munde sind. Green Tipped Bourbon Arabica ist der Name dieser besonderen Bohne. Doch auch hier ist das Anbaugebiet größentechnisch überschaubar. Dieser Kaffee besticht durch ein besonderes Aroma: Schokolade, Mandel, Haselnuss und leicht scharfe Gewürze. Sie können sich vorstellen, dass diese Mischung durchaus exklusiv ist und auch dementsprechend kostet. Hier liegt der Kilopreis bei 140 Euro und auch hier liegt es unter anderem daran, dass die Bohnen handverlesen und nur die Besten angenommen werden.

Jamaica Blue Mountains

Kaffee und Kaffeebohnen sind mitunter auch auf 1.800 Meter Höhe zu finden. Beispielsweise auf den Jamaica Blue Mountains. Auch hier trägt das spezifische Klima dazu bei, dass die Kaffeebohnen und letztlich auch der Kaffee besonders reifen können. Es ist auf dieser extremen Höhe natürlich neblig. Die Bohnen reifen entsprechend langsam, was dann letzten Endes für ein leicht nussiges Aroma sorgt. Auch hier müssen Liebhaberinnen und Liebhaber gut 150 Euro für ein Kilo Kaffeebohnen ausgeben. Wie Sie sich vorstellen können, ist nicht nur die Region sehr besonders, sondern auch die Art und Weise der Ernte. Es ist nicht so einfach, Bohnen auf 1.800 Meter Höhe zu ernten. Teilweise muss eine Menge getan werden, damit Kaffeebohnen geerntet werden können. Das wirkt sich dann natürlich auch auf den Preis aus.

Black Ivory

850 Euro für einen Kilo: das ist die dürftige Bilanz des Black Ivory Coffee, sofern Sie sich für diese Kaffeebohnen entscheiden möchten. Wenn Sie in den Genuss dieser Bohnen kommen möchten, müssen Sie ohnehin etwas weiter reisen und Ihre Komfortzone mutmaßlich verlassen. Der Grund ist der, dass Black Ivory auf den Malediven und im Norden Thailands serviert wird. Das Aroma ist schokoladig und deshalb auch so beliebt. Dass es so weit kommt, ist den Elefanten aus der Region zu verdanken. Sie verspeisen 30 Kilogramm? der Bohnen, die auf einer Höhe von 1.500 Meter geerntet werden. Nun kommt es auf die Magenenzyme der Elefanten an: im Magen der Tiere werden die Proteine im Koffein aufgespalten. Nun entsteht das Aroma. Die Bohnen werden ausgeschieden, aus den Ausscheidungen der Elefanten gepickt, im Anschluss an der Sonne getrocknet und schließlich zu einem der teuersten Kaffees der Welt verarbeitet. Gewissermaßen verzehren Sie also "Mundgeruch-Kaffee", doch daran sollten Sie vielleicht nicht denken. Denken Sie eher an die freundliche Hilfe der Dickhäuter, an das spezielle Anbaugebiet und an die Mühe, welche sich viele Menschen machen, sich auf dieser Höhe mit Kaffee zu beschäftigen.

Kaffee dank Katze

Haben Sie schon von Kopi Luwak gehört? Es handelt sich um den teuersten Kaffee der Welt. Der Kilopreis liegt bei 800 bis 1200 Euro. Doch was ist das Besondere und letztlich auch das Teure an diesem Kaffee und an diesen Kaffeebohnen? Die Produktion findet in Indonesien statt. Kaffeebohnen werden im ersten Schritt an besondere Schleichkatzen verfüttert, die nachtaktiv sind. Auch hier spielen, wie schon bei den Elefanten, Magenenzyme eine Rolle. Die Kaffeebohnen, besser gesagt die Magenenzyme, werden aufgespalten, was für den weichen und charakteristischen Geschmack sorgt.

Wer die Chance hat, einen solch exklusiven Kaffee zu kosten und auch das nötige Kleingeld hat, sollte es ausprobieren. Ansonsten gilt wohl weiterhin die Maxime, dass guter Kaffee nicht teuer sein muss. Und dennoch hat Qualität nicht selten ihren Preis.

(vo)