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Hamburg: Beim Fischkauf auf Fanggebiet und Fangmethode achten

Hamburg : Beim Fischkauf auf Fanggebiet und Fangmethode achten

Wollen Verbraucher ökologisch nachhaltig gefangenen Fisch kaufen, greifen sie am besten zu umfassend gekennzeichneten Produkten. Diese geben Auskunft über den deutschen und den lateinischen Artennamen, das spezifische Fanggebiet und die Fangmethode, erklärt die Umweltorganisation Greenpeace in Hamburg.

Deren Fischereiexpertin Iris Menn nennt als Beispiel den Kabeljau: Im Nordostatlantik und im Nordpazifik gebe es unterschiedliche Bestände in unterschiedlichem Zustand. Daher lasse nicht sagen, von Kabeljau sei gänzlich abzuraten, sagte Menn dem dpa-Themendienst. Man müsse aber genau schauen, wo der Fisch gefangen wurde.

Kabeljau wird auch als Dorsch bezeichnet und trägt in der zum Kauf empfehlenswerten Ausnahme den lateinischen Namen Gadus macrocephalus. Er sollte aus dem Fanggebiet Nordostpazifik FAO 67 und den Subfanggebieten Golf von Alaska, Beringmeer oder Aleuten stammen. Gefangen worden sein sollte der Fisch mit einer Grund-Langleine.

„Unterschiedliche Fangmethoden haben unterschiedliche Auswirkungen auf das Ökosystem”, erläuterte Menn. Die Langleine sei schonender als ein Grundschleppnetz, weil dieses „wie ein Pflug auf dem Acker” über den Meeresboden gezogen werde. Außerdem sei der Beifang beim Schleppnetz deutlich größer.

(dpa)