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Welche Schäden deckt die Berufshaftpflichtversicherung ab?

Im Job : Welche Schäden deckt die Berufshaftpflichtversicherung ab?

Haarfärbemittel tropft auf die Kleidung der Kundin oder Werkzeuge fallen vom Baugerüst und treffen einen Passanten: Im täglichen Arbeitsleben sind unzählige Situationen für Missgeschicke denkbar. Unternehmer sind nicht nur für die eigenen Defizite, sondern auch für die Schäden ihrer Mitarbeiter verantwortlich.

Die finanziellen Folgen solcher Unfälle können Existenz bedrohende Folgen haben.

Wofür dient die Betriebshaftpflichtversicherung?

Grundsätzlich sind alle durch Menschen verursachten Personen- oder Sachschäden abgedeckt. Es wird allgemein angenommen, dass die Betriebshaftpflichtversicherung für jeden Fehler bei der Ausführung alle Kosten für die Wiederherstellung trägt. Dies ist jedoch nicht der Fall.

Die Unternehmenshaftpflichtversicherung deckt keine Schäden ab, die durch eine schlechte Leistung des Unternehmens beim Arbeitsauftrag verursacht werden. Wenn beispielsweise eine Wand nicht korrekt konstruiert ist und einstürzt, stellt die Wiederherstellung keinen Schaden dar, der durch die firmeneigene Haftpflichtversicherung gedeckt ist. Dies stellt ein nicht versicherbares Risiko dar.

Die Betriebshaftpflichtversicherung deckt jedoch Personen- oder Sachschäden an Dritten ab. Wenn beispielsweise ein Passant verletzt wird oder das Fahrzeug des Eigentümers beim Einsturz der Mauer beschädigt wird, übernimmt die Versicherung solche Schäden.

 Wie nehmen Mitarbeiter an einer Haftpflichtversicherung teil?

Mitarbeiter, die regelmäßig im Unternehmen arbeiten, müssen sich in der Regel nicht um eine Berufshaftpflichtversicherung kümmern. Die Arbeitgeber schließen selbst eine Berufshaftpflicht für alle Mitarbeiter ab und sind in der Regel für die verursachten Verluste verantwortlich.

Eine nebenberufliche Teilzeitbeschäftigung ist jedoch nicht durch die Arbeitgeberversicherung gedeckt. Wenn Mitarbeiter Führungspositionen innehaben, ist es ebenfalls empfehlenswert, eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen. Dies gilt insbesondere für Vorstandsmitglieder, Geschäftsführer oder Aufsichtsratsmitglieder. Sie können schließlich die Haftung direkt tragen, daher sollten sie eine angemessene Versicherung erhalten.

Wer braucht eine Berufshaftpflichtversicherung?

Wer im Privatleben anderen Schaden zufügt, ist durch seine private Haftpflichtversicherung geschützt. Aber was ist mit den Schäden, die bei beruflichen Aktivitäten auftreten? Nach dem Gesetz muss jeder, der anderen Schaden zufügt, für die Entschädigung aufkommen. Im Privatleben kann eine private Haftpflichtversicherung solche Ansprüche übernehmen. Sie gleicht die vom Versicherten verursachten Schäden aus und schützt ihn vor unangemessenen Ansprüchen.

Die private Haftpflichtversicherung deckt jedoch nur Schäden ab, die von Privatpersonen verursacht wurden. Wer bei der Arbeit als Freiberufler oder Selbständiger Fehler macht, muss dem betroffenen Klienten ebenfalls eine Entschädigung zahlen. Die private Haftpflichtversicherung kommt hier nicht auf. Daher ist für berufliche Tätigkeiten eine Betriebshaftpflichtversicherung erforderlich, die auf die typischen Schadenssituationen der jeweiligen Branche zugeschnitten ist.

Einige Berufsverbände schließen eine Berufshaftpflichtversicherung ab, weil dies gesetzlich vorgeschrieben ist oder aufgrund der Anforderungen ihrer Berufsverbände. Zu diesen Berufsgruppen gehören Ärzte, Anwälte, Architekten und Hausverwalter. Ihre arbeitsbedingten Risiken sind sehr hoch und selbst kleine Fehler können erhebliche Verluste verursachen.

Grundsätzlich sind jedoch alle Freiberufler und Selbständigen für die von ihnen verursachten Schaden verantwortlich. Beispielsweise sind freiberufliche Journalisten für Verluste verantwortlich, die durch Fehlinformationen in Artikeln verursacht werden. Wenn eine Übersetzung falsch ist, kann der Dolmetscher für etwaige Schäden verantwortlich sein und muss diese bezahlen. Daher lohnt sich das Risiko ohne Versicherung nicht.

Berufshaftpflicht: Was deckt die Versicherung ab?

Die Berufshaftpflichtversicherung deckt die wirtschaftlichen Verluste ab, die Dritte aufgrund der beruflichen Tätigkeit erleiden können. Dies schließt Sachschäden und Personenschäden ein. In vielen Branchen ist die Berufshaftpflichtversicherung jedoch eine Haftpflichtversicherung für Vermögensschäden. Dies ist besonders wichtig für Beratungsberufe wie Anwälte und Steuerberater.

Darüber hinaus kann eine Berufshaftpflichtversicherung dazu beitragen, unangemessene Ansprüche gegen den Versicherten zu vermeiden und in diesem Fall Rechts- und Verfahrenskosten zu tragen. Wenn die Berufshaftpflichtversicherung nur finanzielle Verluste abdeckt, können Unternehmen diese durch eine Unternehmens- oder Bürohaftpflichtversicherung ergänzen. Diese kommt für weitere Personen- und Sachschäden auf.

Wie hoch ist die Versicherungssumme?

Wie bei allen Versicherungsverträgen wird die Deckung der Berufshaftpflicht festgelegt und wenn ein Schaden auftritt, zahlt die Versicherungsgesellschaft. In der Berufshaftpflichtversicherung haben Sach-, Personen- und Finanzschäden in der Regel einen unterschiedlichen Versicherungsschutz.

Da die Berufshaftpflichtversicherung für viele Tätigkeiten obligatorisch ist, sieht das Gesetz in der Regel einen Mindestversicherungsbetrag vor. Freiberufler und Selbstständige sollten jedoch auch sicherstellen, dass der Vertrag einen ausreichenden Versicherungsschutz enthält, der ihren persönlichen Risiken entspricht.