1. Leben
  2. Bildung und Beruf

Was macht Unternehmen agil?

Im ständigen Wandel : Was macht Unternehmen agil?

Wir leben in einer Zeit des Wandels, was auch Unternehmen zu spüren bekommen. Um auf Veränderungen flexibel reagieren zu können, bedarf es an Agilität. Was dieser Begriff bedeutet und beinhaltet, lesen Sie hier.

Agilität in Unternehmen bedeutet eine gute und schnelle Anpassungsfähigkeit an den Wandel der Märkte. Bei fehlender Agilität im Unternehmen kann es zwar auf gleichbleibende Anforderungen reagieren, bei unbekannten Herausforderungen allerdings ist die Anpassungsfähigkeit zu gering. Agil zu werden, klingt unkompliziert, bedarf aber vieler Änderungen. Transparenz, flache Hierarchien, Diversity - ein agiles Unternehmen macht mehr aus, als nur eine agile Unternehmensstruktur. Sie wollen Ihr Unternehmen in die Agilität führen? Dann nehmen Sie im besten Fall eine agile Beratung in Anspruch, um den Erfolg Ihres Vorhabens zu sichern.

Starre Hierarchien verhindern Agilität

Immer mehr Unternehmen haben Agilität zum Ziel. Dabei arbeitet die Mehrzahl aber nur mit agilen Elementen. Beispielsweise wird in der IT oft die agile Methode Scrum genutzt. Agilität ist von hoher Wichtigkeit, denn wir leben in einem Zeitalter des ständigen Wandels. Um die Kunden zufriedenzustellen, müssen Unternehmen flexibel auf die Wünsche eingehen können und im ständigen Austausch mit ihnen stehen. Deshalb sollte sich die Agilität nicht nur auf einen Bereich beschränken.

Nicht nur für die Kundenzufriedenheit ist Agilität von Vorteil, sondern auch für die Mitarbeiter. Sie erhalten mehr Eigenverantwortung, da die Agilität das Auflösen von starren Hierarchieebenen verlangt. Muss eine Entscheidung über mehrere Ebenen laufen, wird eine schnelle Reaktion unmöglich. An die neue Arbeitsweise müssen Mitarbeiter gewöhnt werden, indem sie von Führungskräften während des Wandels informiert und unterstützt werden. Dazu gehören auch regelmäßige Feedbackgespräche.

Ein Modell für mehr Agilität: Scrum

Ein Beispiel für eine häufig eingesetzte Methode für mehr Agilität im Unternehmen ist Scrum. Dies ist ein Modell im Projektmanagement, bei dem in Teams agiert wird. Es gibt keinen Projektleiter, sondern einen Scrum Master und einen Product Owner, welcher der Produktverantwortliche ist. Der Scrum Master stellt hingegen den reibungslosen Ablauf sicher. Die dritte Rolle, das Team, wird interdisziplinär zusammengestellt und sollte aus höchstens sieben Mitarbeitern bestehen. So wird die Kommunikation erleichtert. Das Team ist frei in der Gestaltung des Wegs zur Zielerreichung. Was jedoch feststeht, ist die Unterteilung des Prozesses in sogenannte Sprints. Das sind wiederkehrende Schleifen, die meist zwei bis vier Wochen dauern. Der Product Owner darf nur zu Beginn eines Sprints die Anforderungen in Auftrag geben. Ändern sich während eines Sprints die Anforderungen, darf der Product Owner diese nicht an das Team weitergeben. Nach dem jeweiligen Arbeitszyklus nimmt er die Fortschritte ab. Seine Aufgabe ist nun, diese an die Kunden weiterzugeben und Rückmeldungen einzuholen. Eingesetzt wird Scrum hauptsächlich in der Software-Entwicklung.

Die agile Transformation für eine höhere Wettbewerbsfähigkeit

Letztendlich wird durch die Agilität im Unternehmen den Teams mehr Eigenverantwortung überlassen. Durch flache Hierarchien und einer projektorientierten Organisation wird der Mitarbeiter selbstständiger und eigenverantwortlicher. Umfragen spiegeln dies wider. Den Mitarbeitern fällt das Priorisieren von Aufgaben leichter und sie sind motivierter. Zudem sind Kunden zufriedener, da auf ihre Bedürfnisse eingegangen wird. Der Übergang in die Agilität, die agile Transformation, birgt zwar Herausforderungen, bringt im Endeffekt aber eine erhöhte Wettbewerbsfähigkeit.

(vo)