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Berlin: Vertragliche Bindung an den Chef wegen Weiterbildung kritisch prüfen

Berlin : Vertragliche Bindung an den Chef wegen Weiterbildung kritisch prüfen

Arbeitnehmer müssen es nicht akzeptieren, wenn sie sich als Gegenzug für die Bezahlung einer Weiterbildung sehr lange an ihren Arbeitgeber vertraglich binden sollen. Eine Bindung über drei Jahre hinaus sei nur in Ausnahmefällen zulässig, sagt Michael Eckert vom Deutschen Anwaltverein (DAV).

Außerdem sollte die Weiterbildung die Chancen des Arbeitnehmers auf dem freien Markt erhöhen. Bei einer Schulung, die nur firmenintern von Nutzen ist, weil es beispielsweise um spezielle Maschinen geht, ist das nicht der Fall. In so einem Fall könne es ebenfalls unzulässig sein, dass der Arbeitgeber eine vertragliche Bindung verlangt.

Viele Chefs verbinden die Finanzierung einer Weiterbildung mit der Aufforderung, eine Bindungsklausel zu unterschreiben. Danach darf der Mitarbeiter in einem festgelegten Zeitraum nicht kündigen, es sei denn, er zahlt die Kosten für die Weiterbildung zurück.

(dpa)