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So funktioniert erfolgreiches Azubimarketing in NRW heute

Nachwuchsmangel : So funktioniert erfolgreiches Azubimarketing heute

Themen wie Fachkräftemangel und offene Ausbildungsstellen sind auch in Nordrhein-Westfalen aktuell. Sowohl im Ruhrgebiet als auch in Großstädten im Rheinland wie Köln, Düsseldorf oder Oberhausen sind sie Jahr für Jahr auf der Suche nach neuen Auszubildenden, die die Anforderungen ihrer zukünftigen Arbeitgeber erfüllen.

Die Zahl der Ausbildungsabbrecher ist in den letzten Jahren gestiegen. Parallel dazu ist die Zahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge in der Zeit von 2008 bis 2018 um 14,1 Prozent zurückgegangen. Das alles zeigt, dass das Thema Ausbildungsmarketing heute wichtiger denn je ist.

Was genau ist Azubimarketing eigentlich?

Mit Azubimarketing meint man gezielte Werbung eines Unternehmens, um potenzielle Auszubildende anzusprechen und qualifizierte Abschlussschüler dazu zu bewegen, sich bei dem eigenen Unternehmen zu bewerben. Für eine Firma zählen Lehrlinge zur Zukunft, weshalb alle bemüht sind, die freien Stellen zu besetzen. Zu einem guten Azubimarketing gehören verschiedene Bausteine. Beliebte Varianten des Auszubildendenmarketings sind Werbespots im Fernsehen oder Radio. Auch Anzeigen in Tageszeitungen und im Internet werden gern genutzt.

Allerdings sind diese Varianten nur bei großen und überregionalen Arbeitgebern sinnvoll. Die Bundeswehr ist beispielsweise ein Arbeitgeber, der Azubimarketing in den letzten Jahren sehr offensiv betreibt. Ziel ist es dabei natürlich, die positiven Aspekte einer Anstellung bei diesem Arbeitgeber in den Mittelpunkt zu stellen. Dabei spielt zuweilen Storytelling eine wichtige Rolle – Beispiele junger Auszubildender oder Abschlussschüler, die einen Ausbildungsvertrag unterschrieben haben und diesen nun stolz präsentieren, sollen andere qualifizierte Schüler dazu bewegen, selbst über den jeweiligen Arbeitgeber nachzudenken.

Ein anderes Beispiel ist das Finanzministerium NRW. Auch dieser Arbeitgeber versucht seit einigen Jahren gezielt, mit Werbespots ein gutes Standing unter den potenziellen Auszubildenden zu erhalten.

Wie funktioniert Azubimarketing für regionale Unternehmen?

Kleinere Unternehmen haben es da allerdings etwas schwerer. Denn während die großen Unternehmen auf flächendeckende Werbung setzen und dabei eine Vielzahl von potenziellen Bewerbern im ganzen Bundesland erreichen, müssen sich kleinere Unternehmen Mittel und Wege überlegen, um die Zielgruppe in ihrem eigenen Umfeld zu erreichen.

Für sie macht es da Sinn, entsprechende Werbeartikel in Mindermengen im Internet zu bestellen. Aber auch die Veranstaltung eines Tages der offenen Tür für Azubis oder ein Auftritt auf Ausbildungsmessen sollte ins Auge gefasst werden.

Ein wichtiger Bestandteil des Azubimarketing ist das Schulmarketing. Hier kommen Unternehmen direkt in die Schule und stellen sich Schülern vor. Dabei sind Postkarten und Werbeflyer, die an den Schulen ausgelegt werden, schon lange ein beliebtes Mittel. Das Problem dabei: Mit einem Werbeflyer sticht man aus der Masse der Unternehmen vor Ort nicht hervor. Hier ist Marketing durch gute Give Aways unerlässlich, wenn man im Gedächtnis der jungen Erwachsenen bleiben möchte.

Um die richtige Zielgruppe zu erreichen, ist es als Erstes wichtig, festzustellen, wer genau zu diese Interessenten sein könnten. Eine große Kfz-Werkstatt hat eine andere Zielgruppe, wenn es um die Auswahl qualifizierter Auszubildender geht, als eine große regionale Bank. Die jeweilige Zielgruppe muss identifiziert werden. Dann müssen Marketinginstrumente festgelegt werden, mit denen man die Zielgruppe ansprechen kann

Der Mix an Marketinginstrumenten macht es

Der Ausbildungsmarkt in NRW entwickelt sich immer mehr zu einem Bewerbermarkt. Das macht es für Unternehmen umso wichtiger, sich am Ausbildungsmarkt als interessanter Arbeitgeber zu platzieren. Gelingen kann das nur, mit einem breiten Mix an Azubimarketing Maßnahmen.