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Selbstvermarktung: So vermarkten Sie Ihr Geschäft günstig oder sogar kostenlos

Selbstvermarktung : So vermarkten Sie Ihr Geschäft günstig oder sogar kostenlos

Als Selbständiger oder als Betreiber eines Geschäfts online oder offline richtiges und günstiges Marketing zu betreiben, scheint für viele Menschen ein sehr schwieriges Unterfangen zu sein. Tatsächlich kann Vermarktung nicht nur günstig, sondern in vielen Fällen auch praktisch kostenlos sein.

Die neuen Medien und ihre Vorteile können hier ebenso vorteilhaft sein, wie traditionelle Methoden der Selbstvermarktung. Die besten und effizientesten Methoden, um neue Kunden und Kontakte als Unternehmer oder Selbständiger zu finden, sollte man zumindest schon einmal gesehen haben.

Die eigene Visitenkarte - Das wohl wichtigste Werkzeug

Ja, die Visitenkarte gab es bereits in Zeiten der absoluten Monarchie, als Gäste bei Bällen und hohen Veranstaltungen Karten austauschten, um Kontaktdaten des Gegenüber in Erfahrung zu bringen. Die klassische Visitenkarte hat heute in keinerlei Hinsicht an Bedeutung verloren. Für die Vermarktung des eigenen Geschäfts kann sie mehr bringen, als so manche teure Werbekampagne.

Egal ob Sie die eigene Visitenkarte neuen Kontakten auf Veranstaltungen übergeben, sie auf runden Tischen hinterlassen oder auf andere Art und Weise nutzen. Eine ansprechende „Business Card“ wirkt Wunder und macht den wichtigen zweiten Eindruck, der oft zu einer Kontaktaufnahme führt. Auf vielen branchenspezifischen Veranstaltungen trifft man dutzende Menschen, die gerne Deals abschließen möchten. Wer kann sich nach einem fünf Minuten Gespräch am nächsten Tag noch wirklich gut an die Person erinnern? In Kombination mit einer gelungenen Karte sieht das anders aus. Erstellen Sie eine hochwertige Visitenkarte und nutzen Sie die Wirkkraft einer gelungenen Business Card zu Ihrem Vorteil.

E-Mail-Marketing - Es braucht nicht unbedingt eine komplexe Funnel-Strategie

Wer als Selbständiger an E-Mail-Marketing denkt, sieht oft teure Landingpages und komplexe Funnel-Systeme vor sich. In der Realität benötigt es nicht unbedingt ausgeklügelte Strategien, um mit E-Mail Vermarktung Erfolg zu haben. Wie oft tritt man als Unternehmer auf Menschen, die durchaus an den eigenen Produkten oder Services Interesse haben, aber eben noch nicht die Überzeugung haben, genau jetzt und heute zu kaufen? Weil gerade das Bankkonto leer ist, die Stimmung nicht passt, es Probleme mit dem Partner gibt oder aus einer Vielzahl an anderen Gründen.

Schafft man es dann vielleicht nicht, ein näheres Gespräch zu vereinbaren, kann man immerhin nach der E-Mail-Adresse fragen. Erhält man bei 20 potenziellen Kunden im Monat diese Adresse, sind das nach einem Jahr stolze 240 Kontakte, an die man regelmäßig E-Mails senden kann. Klienten oder Interessierte, die noch nicht überzeugt waren, kann man so langsam aber sicher für die eigene Dienstleistung oder das eigene Produkt überzeugen. Am besten funktioniert das in Kombination mit kurzfristigen Rabattaktionen und Sonderaktionen, die zeitlich begrenzt verfügbar sind.

Mikro-Influencer: In der richtigen Nische Gold wert

Besonders große Influencer wie „Dagi Bee“ und „Bibis Beauty Palace“ ziehen Millionen Menschen auf ihre Kanäle. Werbung und Produktplatzierungen kosten hier oft zehntausende Euro, ohne dass dabei natürlich ein gewisser Erfolg garantiert ist. Für Selbständige und Unternehmer sind kleine Influencer, sogenannte “Mikro-Influencer” oft der Schlüssel zum Erfolg.

Denn kleine Influencer, die weniger als 10.000 “Follower” haben, sind oft in einer besonders spezifischen Nische unterwegs und stehen in weit engerem Verhältnis zu ihren Fans als Instagram- und Facebook-Celebrities. Für Unternehmer stellt das eine gute Möglichkeit da, Geld zu verdienen und die eigene Reichweite zu steigern. Nehmen wir zum Beispiel an, dass Sie ein Unternehmen besitzen, dass sich auf den Versand von Salzwasseraquarien fokussiert hat. Wäre es jetzt nicht besonders vorteilhaft, einen vergleichsweise kleinen Influencer zu wählen, der genau in der Nische Inhalte produziert?

Preis und Leistung stehen online oft in einem sehr guten Verhältnis

Gerade bei kleinen Influencern sind die preislichen Vorstellung oft nicht besonders hoch. Oftmals kann man für weniger als 50 Euro in einem Video vorgestellt werden. So zahlt man zum Beispiel für die Nennung in zehn Videos 500 Euro. Werden hochpreisige Produkte verkauft, hat man die Ausgaben schnell wieder amortisiert. Möchte oder kann man nicht für Influencer auf sozialen Medien zahlen, gibt es auch andere Methoden, wie man praktisch kostenlos die eigene Marke digital vermarkten kann.

Effektive Selbstvermarktung über die sozialen Medien?

Facebook, Instagram und Co. sind Plattformen, mit denen man auch völlig kostenlos neue Kontakte knüpfen kann und Kunden für das eigene Geschäft lukrieren kann. Am besten funktioniert das derzeit auf Instagram, weil die Seite den stärksten Wachstum verzeichnet. Tatsächlich schneidet Instagram in Sachen Wachstum, Potenzial für das Aufziehen einer Seite und den Vertrieb von Produkten über das Internet sehr gut ab. Sehr gut funktioniert das besonders über sogenannten „viralen Content“.

Was bedeutet das konkret? Die Herausforderung besteht darin, Inhalte zu schaffen, die sich in den sozialen Medien sehr stark weiterverbreiten. Organisch, dass heißt indem die Seite durch den Instagram-Algorithmus und durch die Besucher sehr viele Menschen erreicht, kann man so enorme Resultate erzielen. Das kann durch Humor, durch schockierende Resultate, hochwertige Videos und Bilder oder einfache passende Antworten auf derzeitige Trends passieren.

Die Möglichkeiten sind vielfältig. Je nach Geschäftsmodell gibt es unterschiedliche Ideen, die umgesetzt werden können. Zum Beispiel kann ein Tierarzt besonders auf Videos mit Tieren setzen. Nehmen Sie etwa an, dass Sie eine Tierarztpraxis besitzen. Videos, die die Genesung von niedlichen Tieren Ihrer Praxis zeigen, haben das Potenzial, sehr oft von Nutzern geteilt zu werden.

Mundpropaganda - Die älteste Form von Marketing überhaupt

Letztlich wird ein großer Teil der neuen Geschäftsabschlüsse in vielen Branchen über positive Empfehlungen geschlossen. Das bedeutet, dass Mundpropaganda immer noch die effektivste Form der Vermarktung ist. Besondere Bedeutung findet das natürlich bei teureren Entscheidungen, etwa die Wahl des eigenen Autos, des Privatarztes oder Ähnliches. Wie kann man als Geschäftsbetreiber oder Selbständiger den Effekt der Mundpropaganda möglichst verstärken?

Eine beliebte Methode ist, den Kunden bestimmte Vorteile für Weiterempfehlung zu gewährleisten. Das wird von großen Korporationen erfolgreich praktiziert, kann aber auch von kleinen Firmen und Selbständigen verwendet werden. Würden Sie bereit sein, einem Kunden für die Weiterempfehlung Ihrer Webdesign-Services 100€ Rabatt beim nächsten Einkauf zu gewährleisten? Dann könnte ein derartiger Anreiz Sinn machen.

Verfügen Sie über Kunden, die zum Beispiel über eine große Anzahl an Followern auf Facebook und Instagram verfügen, kann der Klient dann über eine Empfehlung oft sehr leicht neue Menschen für Ihr Unternehmen begeistern. Er spart Geld oder wird mit anderen Vorteilen belohnt, Sie profitieren durch neue Aufträge und neue Kunden mit Potenzial auf langfristige Geschäftsbeziehungen gleich doppelt.

(rd)