1. Leben
  2. Bildung und Beruf

Der Dresscode für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch

Jobwechsel : Dresscode für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch

Erfolg im Beruf hängt von vielen Faktoren ab, auch vom Auftritt beim Vorstellungsgespräch. Bei diesem spielt nicht zuletzt die Kleidung eine große Rolle. Was ist erlaubt und wovon sollte man besser die Finger lassen?

Bereits bei der Bewerbung auf eine Stelle kann man viel falsch machen. Eine Studie von Bitkom Research hat die häufigsten Gründe ermittelt, warum Bewerbungen scheitern. Die Skala reicht von vergessenen Unterlagen über falsche Anreden und Rechtschreibfehlern bis hin zu ungeeigneten Bewerbungsfotos.

Hat man diese Hindernisse umschifft und wurde zum Vorstellungsgespräch eingeladen, kommt es dort neben Qualifikation und souveränem Auftreten stark auf das äußere Erscheinungsbild an. Auf der sicheren Seite ist man mit einem Hemd bzw. einer Bluse, am besten in Weiß. Bei einem solchen Exemplar sollte Weiß auch tatsächlich Weiß bedeuten und nicht leicht verfärbt oder mit einem Grauschleier. Tipps zum weiße Wäsche waschen gibt es hier. Dass ein weißes Hemd im Berufsleben eine so große Rolle spielt, hat mit der psychologischen Wirkung dieser Farbe zu tun: Sie strahlt Seriosität, Perfektionismus und Zuverlässigkeit aus.

Einen festen Dresscode haben heute zwar nur noch wenige Unternehmen, dennoch ist es sinnvoll, sich im Vorfeld so gut wie möglich über die Firma zu informieren. Hilfreich kann ein Blick auf die Homepage sein: Tritt das Unternehmen dort konservativ auf oder eher innovativ? Gibt es Teamfotos und wie sind die Mitarbeiter auf ihnen gekleidet? Je nachdem sollte man die eigenen Kleidung zusammenstellen.

Das Outfit auf das Unternehmen abstimmen

Männer, die sich auf eine Führungsposition bewerben, im Finanzbereich oder einem Traditionsunternehmen tätig sein sollen, sind mit Anzug, Hemd und Krawatte in gedeckten Farben gut beraten. Für Frauen sind ein Hosenanzug oder ein Kostüm die erste Wahl. Auch Auszubildende, die zum Beispiel im Online-Handel tätig sein möchten, setzen besser auf klassische Kleidung. Allerdings darf man diese durch einige ausgewählte Accessoires beleben, beispielsweise eine originelle Krawatte oder ein auffälliges Schmuckstück.

Anders sieht es bei Unternehmen der Kreativbranche oder jungen Firmen aus. Hier darf man ruhig casual gekleidet erscheinen, saubere Sneakers beispielsweise sind in solchen Unternehmen erlaubt. Allerdings sollte man statt einer Jeans lieber eine Hose aus festem Stoff tragen und anstelle eines Sweaters ein Hemd oder eine Bluse. 

Unabhängig von der Position und dem Unternehmen gibt es generell einiges hinsichtlich des Outfits zum Vorstellungsgespräch zu beachten. So muss die Kleidung zwar angemessen sein, aber gleichzeitig ist es wichtig, dass sich der Träger darin wohlfühlt. Dabei spielt nicht zuletzt die richtige Passform eine Rolle. Die Farben sollten harmonisch aufeinander abgestimmt sein; wer sich unsicher ist, fragt Freunde, wie sie das gewählte Outfit finden.

Make-up und Körperschmuck: Was ist erlaubt?

Ein dezentes Make-up ist beim Vorstellungsgespräch beinahe schon Pflicht. Auf knallroten Lippenstift oder dramatische Smokey-Eyes verzichten Frauen aber lieber. Neutrale Nude-Töne sind die bessere Wahl. Wer die Haare offen tragen möchte, sollte darauf achten, dass sie nicht ins Gesicht fallen. Alternativ ist eine Hochsteckfrisur eine gute Idee. Parfüm oder Aftershave sind nicht nur erlaubt, sondern unterstreichen auch den gepflegten Eindruck eines Bewerbers. Am besten greift man auf einen zarten Duft zurück; schwere, orientalische Noten sind bei der Vorstellung fehl am Platze. 

Eine Frage, die sich oft stellt, ist die nach Tattoos oder Piercings. Ob man diese zeigt oder lieber verbirgt, hängt entscheidend von der Branche ab. Bei der Bewerbung in einer Werbeagentur kann man mit kreativen Tätowierungen im Zweifelsfall sogar Punkte sammeln, bei einer Bank eher weniger. Darüber hinaus gibt es Berufe, in denen Piercings verboten sind. Dazu zählen Jobs im Gesundheitssektor, aber auch solche, in denen ein Piercing im Arbeitsalltag gefährlich werden können, etwa Mechaniker.