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Pandemiefolge: Bewerbungsprozess macht Jobanfängern zu schaffen

Pandemiefolge : Bewerbungsprozess macht Jobanfängern zu schaffen

Der Übergang ins Berufsleben ist eine herausfordernde Sache. In der Pandemie sind die Hürden für Berufseinsteiger jedoch nicht niedriger geworden. Das zeigt eine aktuelle Umfrage.

Vor allem der Bewerbungsprozess wird für Jobeinsteiger in der Pandemie zum schwer überwindbaren Hindernis. Das ist ein zentrales Ergebnis einer Umfrage, die das Marktforschungsinstitut OnePoll im Auftrag des Karriere-Netzwerks Linkedin durchgeführt hat.

Mehr als zwei Fünftel der Befragten (43 Prozent) empfanden die Jobsuche aufgrund von Einstellungsstopps und großem Andrang auf die Stellen demnach anfangs als hoffnungslos. Weil sie in ihrem Bereich keine Arbeit fanden, weiteten fast ebenso viele ihre Jobsuche auf andere Branchen aus (23 Prozent). Ein Viertel (27 Prozent) musste mehr Bewerbungen abschicken als geplant.

Große Verunsicherung unter den Bewerbern

Die Umfrage zeigt ebenfalls eine große Verunsicherung unter den Kandidaten. Diese ist teils zurückzuführen auf digital abgewickelte Prozesse wie Bewerbungsgespräche per Videokonferenz, die zum Beispiel keine Rückschlüsse auf die Büroatmosphäre zulassen.

Der Bewerbungsprozess lief bei einem Drittel der Befragten (34 Prozent) vollständig digital ab, bei knapp der Hälfte gab es zusätzlich persönlichen Kontakt (48 Prozent). Jedoch empfand es ein Viertel (27 Prozent) als schwierig, sich ein genaueres Bild von dem Unternehmen zu verschaffen. Ein ähnlicher Anteil der Befragten konnte schlechter abschätzen, wie ihre Antworten aufgenommen wurden (28 Prozent).

Jeder Vierte (25 Prozent) nahm aus Angst, keinen anderen Job zu finden, das erste Angebot an. Laut Umfrage vielleicht übereilt: Denn nur 15 Prozent von ihnen sind soweit zufrieden, dass sie aktuell nicht erneut nach einem Job suchen.

Insgesamt wurden 1000 Erwachsene in Deutschland befragt, die während der COVID-19-Pandemie ein Praktikum absolvierten, eine Ausbildung begannen oder ins Berufsleben eintraten.

© dpa-infocom, dpa:210917-99-257289/2

(dpa)