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Berlin: Unter einem Dach: So kommen Raucher und Nichtraucher miteinander aus

Berlin : Unter einem Dach: So kommen Raucher und Nichtraucher miteinander aus

Wohnen Raucher und Nichtraucher Tür an Tür, bringt das immer wieder Probleme mit sich. Mieter müssen Rücksicht auf andere Mieter nehmen, sagt Inka-Marie Storm vom Eigentümerverband Haus & Grund Deutschland. Das sei in diesem Fall tatsächlich das A und O: Denn zum einen muss der Raucher rauchen dürfen. Zum anderen darf der Nachbar durch den Qualm aber nicht beeinträchtigt werden - eine Gratwanderung.

Wichtig ist daher, dass der Nichtraucher so schnell wie möglich mit seinem rauchenden Nachbar spricht, sobald es ihn stört. Denn frisst er den Ärger immer nur in sich hinein, ist er vielleicht schon auf 180, wenn das Problem das erste Mal überhaupt zur Sprache kommt. „Dadurch schaffe ich verhärtete Fronten”, erklärt Storm.

Gut ist also, das Thema in ruhigem Ton und ohne Vorwürfe anzusprechen und so auch ein Bewusstsein beim Raucher zu schaffen, dass der Zigarettenqualm stören kann, beschreibt Storm. Gemeinsam findet man vielleicht so schon schnell eine Lösung: Statt auf dem Balkon wird nun in der Küche geraucht - oder draußen vor dem Haus.

Ist es nicht möglich, sich miteinander zu arrangieren, kann der Nichtraucher eventuell seinen Vermieter einschalten. Er könnte den Raucher zum Beispiel abmahnen. Dafür ist aber wichtig, dass der Qualm den Nachbarn tatsächlich beeinträchtigt - die Grenzen, was hingenommen werden muss und was nicht mehr, sind fließend. Daher kann es auch hilfreich sein, sich Rechtsbeistand zu suchen.

Handelt es sich um zwei Hauseigentümer, zwischen denen es qualmt, stehen in vielen Bundesländern auch Schlichtungsstellen zur Verfügung, bei denen nachbarschaftliche Streitigkeiten ausgeräumt werden sollen.

(dpa)